Latvala on top, Ogier am Boden

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Es läuft in Frankreich für Latvala

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Jari-Matti Latvala führt die Frankreich-Rallye nach der Freitags-Etape an, für WM-Leader Sebastien Ogier lief es indes katastrophal.

Latvala (VW Polo R), der immer noch seinem ersten Asphalt-Sieg hinterherjagt, gewann vier der sieben Wertungsprüfungen und fuhr einen Vorsprung von 8,2 Sekunden auf seinen Teamkollegen Andreas Mikkelsen heraus.

Der Finne setzte sich schon auf der ersten WP in den Bergen der Vogesen, süd-westlich von Straßburg, an die Spitze. Mikkelsen schlug zurück und übernahm kurzzeitig die Führung. Doch nach einigen Veränderungen beim Mittagsservice baute sich Latvalas Selbstvertrauen weiter auf und er ließ am Nachmittag nichts anbrennen.

"Träume von Sieg auf Asphalt"

"Ich träume davon, eine Asphalt-Rallye zu gewinnen und heute habe ich einen guten Schritt in diese Richtung gemacht. Die Performance war am Vormittag etwas bescheiden, aber am Nachmittag ist alles bestens gelaufen. Andreas gibt richtig Gas, daher muss ich auch morgen so weiterfahren", sagte Latvala.

Mikkelsen beendet den Tag 14,9 Sekunden vor Kris Meeke (Citroen DS3), das Leader-Trio stand aber im Schatten von Ogiers Desaster.

Er drehte sich früh auf WP2, bevor ein fehlerhafter Getriebesensor die Leistung seines Motors enorm beeinträchtigte. 4:30 Minuten büßte Ogier ein und fasste dann auch noch eine Vier-Minuten-Strafe aus, weil Co-Pilot Julien Ingrassia zu früh für WP3 eincheckte. Er hatte eine Verspätung im Programm nicht eingerechnet.

Ein gebrochener Stoßdämpfer links vorne warf das Duo am Nachmittag zusätzlich zurück, die Hoffnungen, seinen zweiten Fahrer-WM-Titel in Folge vorzeitig zu fixieren, sind damit wohl dahin.

Meeke best of the rest

Meeke konnte zwar nicht mit den führenden VWs mithalten, der Brite war aber erneut der Beste vom Rest des Feldes. Mit 28,1 Sekunden weist er einen klaren Vorsprung auf den viertplatzierten Dani Sordo (Hyundai i20) auf. Der Spanier, der sich die letzte WP des Tages sicherte, führt ein Pulk von vier Piloten an, die innerhalb von weniger als 14 Sekunden liegen.
Kris Meeke ist Dritter

Mads Östberg (Citroen DS3) kam trotz eines Funkproblems auf Rang fünf. Mikko Hirvonen fuhr seinen Ford Fiesta auf Platz sechs. Der Finne fühlte sich deutlich wohler, nachdem er am Heck-Differential geschraubt und das Chassis steifer eingestellt hatte. Robert Kubica, der einen Dreher verzeichnete, komplettiert die Top-7.

Evans muss schieben

Bryan Bouffier und Martin Prokop rangieren auf acht und neun, gefolgt von Elfyn Evans. Der Waliser lag an vierter Position, ehe die Lichtmaschine streikte. Evans und Co-Pilot Dan Barritt mussten ihren Fiesta die letzten 150 Meter zur Zeit-Kontrolle schieben. Für ihre Verspätung kassierten sie eine Strafe von 1:40 Minuten.

Thierry Neuville verlor mit einem defekten Turbo an seinem Hyundai i20 viel Zeit und ist nur Elfter.

Die morgige zweite Etappe ist die längste der Rallye, 125,50 km stehen auf dem Programm. Nach dem Start um 06:30 Uhr nehmen die Piloten zwei identische Runs über drei Wertungsprüfungen in der Nähe von Colmar - wo ein 15-minütiges Service abgehalten wird - in Angriff. Der Tag endet mit der Street Stage in Mulhouse.

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