Latvala besiegt Asphalt-Fluch

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Zum ersten Mal jubelt Latvala auf Asphalt

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Jari-Matti Latvala furh am Sonntag den Sieg bei der Rally de France-Alsace ein und erfüllte sich damit den Traum vom ersten Asphalt-Sieg in seiner Karriere.

Sein zwölfter Sieg in der FIA World Rally Championship war der erste eines Finnen auf Asphalt seit Tommi Mäkinens Triumph 1999 in Italien. Zugleich bedeutet Latvalas Erfolg, dass der Kampf um die Fahrer-WM bei der vorletzten Runde in Spanien fortgesetzt wird.

Latvala war schon in Deutschland knapp davor, seinen Asphalt-Fluch zu brechen, warf den Sieg in Führung liegend am Finaltag aber weg. Diesmal führte er die Rallye mit Ausnahme einer einzigen Wertungsprüfung über das ganze Wochenende an und brachte letztlich einen Vorsprung von 44,8 Sekunden ins Ziel.

"War ziemlich nervös"

"Wegen meines Fehlers in Deutschland war ich heut Morgen ziemlich nervös. Ich musste diese Lehre ziehen und ohne die Erfahrung dieses Rückschlags, wäre ich heute nicht so stark und selbstbewusst gewesen", sagte er.

"Ich habe so lange auf den ersten Sieg auf Asphalt gewartet, es war viel Arbeit nötig, aber jetzt ist er endlich gelungen. Ich konnte in dieser Saison einige große Schritte machen und dieser ist einer der wichtigsten", fügte Latvala hinzu und holte sich im Ziel die Gratulationen seines finnischen Landsmannes und Weltmeisters von 1981 Ari Vatanen ab.

Andreas Mikkelsen forderte seinen Teamkollegen am ersten Tag und lag kurzzeitig in Front, am Ende wurde er zum dritten Mal in dieser Saison Zweiter. Kris Meeke fuhr 20,5 Sekunden hinter dem Norweger Platz drei nachhause. Für den Briten im Citroen DS3 war es der vierte Podestplatz des Jahres.
Kris Meeke holt sich seinen vierten Podestplatz

Kubica wirft Platz vier weg

Robert Kubica lag auf Platz vier, nachdem er am Sonntagmorgen an Dani Sordo vorbeizog, und damit auf Kurs zu seinem bislang besten Ergebnis. Doch der Pole fabrizierte auf der letzten WP einen Dreher und setzte seinen Ford Fiesta RS in einen Graben. Sordo im Hyundai i20 erbte seinen Platz, gefolgt von Mikko Hirvonen.

Sechster wurde Elfyn Evans, der das Duell mit Mads Östberg für sich entschied. Der Norweger verpasste eine Pacenote und kam früh auf der finalen WP von der Straße ab.

Das Hyundai-Duo Thierry Neuville und Bryan Bouffier landete auf den Positionen acht und neun, Martin Prokop komplettierte das Leaderboard.

Drei Punkte für Ogier

Sebastien Ogier betrieb Schadensbegrenzung und sicherte sich mit Bestzeit auf der abschließenden Power Stage zumindest die drei Bonuspunkte. Der Titelverteidiger musste eine vorzeitige Entscheidung im Kampf um die WM schon am Freitag abschreiben, als er mit Getriebe-Sensor-Problemen und einer Zeitstrafe zurückfiel. In Spanien reicht es ihm, einen Punkt mehr zu holen als Latvala, um sich erneut die WM-Krone aufzusetzen.

Die RACC Rally de Espana wird von 23. bis 26. Oktober auf gemischten Untergründen rund um Salou ausgetragen.

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