Der Heimsieg rückt ist in greifbarer Nähe

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Mit einer Serie von drei WP-Siegen baute Jari-Matti Latvala seine Führung bei der Finnland-Rallye am Samstagnachmittag weiter aus und verschaffte sich gute Karten, im Duell um den Sieg mit seinem VW-Teamkollegen Sebastien Ogier.

Nur noch zwei Wertungsprüfungen und nicht einmal 30 Kilometer, die am Sonntag zu absolvieren sind, trennen Latvala von einem Heimsieg. Der Lokalmatador nimmt den Finaltag mit einem Polster von 13,2 Sekunden auf Ogier in Angriff.

Sekundenkrimmi zwischen VW-Piloten

Das Duo lieferte sich seit Donnerstagabend einen Krimi um die Spitzenposition, nie betrug der Abstand mehr als eine Handvoll Sekunden. Latvala startete mit einer Führung von 2,6 Sekunden in den 131,0 km umfassenden Samstag und baute diese am Vormittag, an dem die beiden Rivalen je zwei WP-Siege verbuchten, hauchdünn auf 3,0 Sekunden aus.

Trotz heftigen Regenfällen attackierte Latvala auch am Nachmittag auf der 21,14 km langen Jukojärvi-WP und verdoppelte seinen Vorsprung, weil Ogier mit seinem Polo R einen Felsen touchierte. Der Franzose befürchtete einen Reifenschaden und schaltete einen Gang zurück, das gab Latvala die Pause, die er benötigte.

Der Finne ließ auf Surkee sowie Horkka zwei weitere Bestzeiten folgen und holte sich so erstmals eine Führung von über zehn Sekunden.

Attacke trotz Regen

"Ich wusste am Nachmittag, dass es Zeit war, zu attackieren und es ist gut gegangen, trotz des Regens", meinte der Leader. "Das war der Knackpunkt in dieser Rallye. Du musst bei diesen Geschwindigkeiten hier Risiko nehmen. Einige Passagen waren nass und andere trocken. Es war nicht einfach, wenn du am Limit fährst."

Ogier zollte der Leistung seines Teamkollegen Tribut. "Jari-Matti hat einen fantastischen Job gemacht. Ich bin so hart gefahren, wie ich konnte. Auch wenn ich am Ende Zweiter werde, ist das ein großartiges Resultat für die WM. Ich hatte im Regen eine Chance, habe sie aber verpasst, weil ich dachte, wir hätten einen Reifenschaden", so der Weltmeister.

Mads Østberg liegt einsam an Position drei, 1:14,8 Minuten hinter Ogier und fast zwei Minuten vor Thierry Neuville. Der Norweger erbte den Platz von seinem Citroen-Kollegen Kris Meeke, der an derselben Stelle wie Ogier Probleme hatte und sich die Aufhängung links vorne an seinem DS3 beschädigte.

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