Schweden-Rallye: Hohes Tempo auf Eis und Schnee

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Vom 7. bis 10. Februar findet die zweite WM-Rallye des Jahres statt: Die Schweden-Rallye.

Es ist das einzige WM-Rennen, bei dem auf Schnee und Eis gefahren wird. Dennoch ist es eines der schnellsten.

Seit 1950 existiert die Schweden-Rallye, dem Franzosen Sebastien Loeb gelang es in über 60 Austragungen als einzigem, nicht-skandinavischen Fahrer, im hohen Norden zu gewinnen.

Die Strecke

338,91 gewertete Kilometer sind zu absolvieren, am Abend kehren die Piloten immer in den Servicepark auf dem Flughafen Hagfors – circa 300 Kilometer westlich von Stockholm – zurück.

Am Freitag steht die Vargasen-Prüfung sowie der Zuschauerkurs an, Samstag sind zwei Schleifen über Sagen, Frederiksberg, Rammen und Hagfors Sprint zu fahren.

Vorjahressieger Jari-Matti Latvala verrät gegenüber „motorsport-server.de“, wovor er den größten Respekt hat: "Fredriksberg. Die erste Hälfte dieser Prüfung führt entlang eines Sees, die zweite mitten durch den Wald, das Ganze mit Highspeed und Sprüngen.“

Extreme Bedingungen

Eiskalte Temperaturen werden vorausgesagt - minus 10 bis 20 Grad soll es geben.

Für das hohe Tempo trotz Schnee und Eis sorgen die schmalen Spike-Reifen, die durch die lose Schneeschicht hindurch Halt im Untergrund finden, sowie die besondere Technik der Piloten, absichtlich hohe Schneewälle anzufahren, um schneller durch die Kurven zu kommen.

Viele Favoriten

Der neunfache Weltmeister Sebastien Loeb, der zum Saisonauftakt der Rallye-WM seinen siebenten Monte-Carlo-Sieg einfuhr, gilt neben seinem Citroen-Markenkollegen Mikko Hirvonen, der 2010 und 2011 in Schweden gewinnen konnte, Mads Östberg und Jari-Matti Latvala als Favorit der diesjährigen Tour durch die Wälder Schwedens.

Nasser Al-Attiyah, dreifacher Dakar-Etappensieger, kann krankheitsbedingt nicht teilnehmen, für ihn wird Matthew Wilson gemeinsam mit Al-Attiyahs Beifahrer Giovanni Bernacchini, an den Start gehen.

"Ich bin extrem enttäuscht nicht mit dem Team nach Schweden reisen zu können“, sagte Al-Attiyah. „Aber es ist jetzt wichtig, dass ich mich auf meine vollständige Genesung konzentriere um bei den nächsten Einsätzen dabei sein zu können.“

Henriette Werner

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