Minor: "Grundsätzlich ist heuer alles möglich"

Aufmacherbild
 

Mit der Rallye Monte Carlo startet am Mittwoch die WM-Saison 2013, die für Österreichs Beifahrerin Ilka Minor die erste als Werkspilotin ist.

Die in Wien lebende Kärntnerin ist Co-Pilotin des Russen Evgeny Novikov, der im Ford Fiesta des Qatar-M-Sport-Teams einen Podestplatz anpeilt.

"Grundsätzlich ist heuer alles möglich", lautete die Einschätzung von Minor vor dem WM-Start im Fürstentum, der bis Samstagabend über insgesamt 18 Sonderprüfungen führt.

"Wenn du rausfliegst, kanns du gleich wieder heimfahren"

Die 37-Jährige, die in der Weltrangliste der International Rally Drivers Association (IRDA) weiterhin unangefochten die Nummer eins bei den Co-Pilotinnen und als stärkste Frau in der Weltrangliste der Beifahrer auf Platz 13 liegt, weiß aber, dass der Premierenlauf in Monaco behutsam angegangen werden muss.

"Eine Besonderheit bei der Monte ist, dass es keine Rally2-Regel gibt – das heißt: Wer ausfällt, darf die Rallye nicht mehr fortsetzen. Wenn du rausfliegst, kannst du also gleich wieder heimfahren - daher wollen wir auch relativ vorsichtig beginnen", erklärte Minor.

2013 stellt in der Rallye-WM eine neue Ära dar: Mit dem österreichischen Getränkekonzern Red Bull ist ein neuer Promotor eingestiegen, mit Volkswagen ein neuer Hersteller, der spätestens in drei Jahren um den Titel mitfahren will.

Loeb peilt siebenten Monte-Sieg an

Zudem bestreitet Serienweltmeister Sebastien Loeb heuer nur noch vier Rallyes, die Monte jedoch wollte er sich bei seiner Abschiedstour nicht entgehen lassen. Der Franzose peilt bereits seinen siebenten Monte-Sieg an.

"Nachdem wir sechs der letzten sieben Rennen gewonnen haben, die wir hier gefahren sind, können wir uns schwer vorstellen, ein anderes Ergebnis zu erreichen", sprach Loeb Klartext.

Auch wenn er sich bald mehr Zeit für seine Familie nehmen will, hat der 38-Jährige die Lust auf Siege keineswegs verloren.

Hirvonen will den endlich WM-Titel

Der neue Teamleader im Citroen-Team ist aber der Finne Mikko Hirvonen, der sich nach vier Vize-Weltmeisterschaften endlich die WM-Krone aufsetzen möchte.

"Das Team will beide WM-Titel erfolgreich verteidigen und setzt beim Fahrertitel auf mich. Ich fühle mich dieser Herausforderung gewachsen", versicherte Hirvonen.

Töne wie diese dürften VW als Ansporn gerade recht kommen. Nach drei Erfolgen bei der Rallye Dakar von 2009 bis 2011 hat der Volkswagen-Konzern in der WM eine neue sportliche Herausforderung gefunden.

Im Vorjahr testete das Team seine Qualitäten eine Etage tiefer, als Werkspilot Sebastien Ogier einen Fabia S2000 der Konzernschwester Skoda chauffierte.

In der Premium-Kategorie probiert es VW nun mit dem neu konzipierten Polo R WRC.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen