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"Stallkrieg" bei Citroen eskaliert

Bei Citroen hängt der Haussegen trotz des Doppelsieges bei der Deutschland-Rallye wieder einmal schief.

Der Grund: Sieger Sebastien Ogier, der sich nicht mit der zugunsten von Sebastien Loeb ausgesprochenen Stallorder anfreuden wollte, und seinen Frust darüber medial kundtat.

Der 27-jährige Franzose hätte seinen Teamkollegen auf den Schluss-Etappen nicht mehr attackieren sollen. Dass es dennoch zum Sieg gereicht hatte, verdankte er einem Reifenschaden Loebs, den er wie folgt quittiert hatte: "Ich bin froh zu sehen, dass es im Sport Gerechtigkeit gibt."

In den nachfolgenden TV-Interviews trat Ogier nach: "Er heult beim Vorstand und ich muss bremsen."

Quesnel ruft zur Ordnung

Sportchef Olivier Quesnel versuchte den Heißsporn zur Räson zu rufen: "In erster Linie arbeiten wir für Citroen. Hätte es am Samstag einen Kampf gegeben, hätten wir unser Ergebnis gefährden können."

"Im Hinblick auf den Kampf um beide Titel wollten wir das nicht, also haben wir uns so entschieden. Müsste ich es wieder tun, ich würde es genauso machen", verteidigte der Franzose die Entscheidung.

Für Ogier hatte die Rallye bereits mit einer Hiobsbotschaft begonnen, als Loeb seine Vertragsverlängerung bei Citroen bis Ende 2013 bekannt gegeben hatte. Einen möglichen Nummer-1-Status kann sich der 27-jährige "Kronprinz" in den kommenden beiden Saisonen damit abschmiken.

Loeb schießt zurück

Rekord-Weltmeister Loeb sieht das Verhältnis der beiden Werks-Piloten mittlerweile zum Zerreißen gespannt: "Die Beziehung zu ihm ist jetzt sehr schwierig. Man sollte keine Interna nach außen geben."

Nach dem Deutschland-Eklat legte Loeb Ogier sogar einen Wechsel nahe: "Es wäre besser, wenn er sich ein anderes Team suchen würde."

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