Loeb sichert sich 71. WM-Sieg

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Latvala und Solberg beißen sich an Loeb die Zähne aus

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"Super-Seb" bleibt das Maß aller Dinge in der Rallye-Weltmeisterschaft!

Sebastien Loeb gewinnt die Akropolis-Rallye und feiert seinen 71. WM-Sieg. Citroen freut sich über einen Doppelsieg. Mikko Hirvonen belegt mit 40 Sekunden Rückstand Rang zwei.

Loeb: "Jder ist eine tolle Rallye gefahren!"

"Die Rallye war lang und schwierig. Wir hatten auch Glück, aber generell war es ein echt harter Kampf. Ich glaube jeder von uns ist eine tolle Rallye gefahren, egal ob Mikko, Petter oder Jari-Matti", sagt Loeb nach der Zieldurchfahrt.

Jari-Matti Latvala rettet mit Rang drei die Ehre des Ford World Rallye Teams. Der Finne weist nach 22 Sonderprüfungen im Ziel allerdings einen Rückstand von 3:04,8 Minuten auf.

Östberg vor Prokop Vierter

Im Rennen "best of the rest" belegt der Norweger Mads Östberg (Ford/+6:16,4 Min) den vierten Endrang vor Martin Prokop (CZE/Ford/+7:46,5 Min.) und Thierry Neuville (BEL/Citroen/+9:41,4 Min.).

Vorjahressieger Sebastien Ogier wird im Skoda Fabia mit 13 Minuten Rückstand als bester S2000-Pilot Siebter.

Loeb gewinnt Powerstage

Die 3,97 km lange Powerstage zum Abschluss entscheidet ebenfalls Sebastien Loeb für sich. Latvala (+0,6) sichert sich vor Hirvonen (+1,3) die Zusatzpunkte für den 2. Rang. In der WM-Wertung führt Loeb überlegen mit 119 Zählern vor Hirvonen (89) und Östberg (80).

Beim Kräfte und Material raubenden Schotter-Klassiker rund um Athen beklagen die Teams jede Menge Ausfälle. Neben Petter Solberg ("Ich bin enttäuscht und es tut mir leid für unser Team!") sind Evgeny Novikov, Nasser Al-Attiyah, Daniel Oliveira und Andreas Mikkelsen die prominentesten Opfer.

Citroen dominiert "Ford-Rallye"

Die Ford-Konkurrenz beißt sich am Franzosen auch in der WM 2012 weiter die Zähne aus. Auch in Griechenland. Der Schotter-Klassiker gilt eigentlich seit eh und je als WM-Lauf bei dem das Ford-Team im Vorteil ist.

Beide Werkspiloten der "Blauen" setzen dem achtfachen Weltmeister bei der Akropolis-Rallye auch lange Zeit mächtig zu. Zuerst ist Loeb in ein heißes Duell mit Jari-Matti Latvala verwickelt, dann schickt sich Petter Solberg an, dem 38-Jährigen den Sieg streitig zu machen.

Fehler von Latvala und Solberg

Latvala begeht auf SP 14 einen Fahrfehler und muss in der Sonderprüfung das Rad wechseln. Solberg büßt seine Attacke am Schlusstag mit einem Abflug auf SP 18 von 22

Als beide Ford-Konkurrenten abgeschlagen bzw. aus dem Rennen sind, erwischt es auch Sebastien Loeb. Nach einem Reifenschaden büßt der Weltmeister auf SP 20 über eineinhalb Minuten ein, bleibt aber klar vor Teamkollege Mikko Hirvonen in Führung. "Der Schaden trat zu Beginn der Prüfung auf. Weil wir einen guten Vorsprung hatten, habe ich mich sofort entschieden, das Rad zu wechseln", erklärt Loeb.

Latvala mit zehn SP-Bestzeiten

Latvala, der zehn der 22 Sonderprüfungen mit Bestzeit absolviert, rettet Ford zwar noch einen Podiumsplatz, aber gegen das Citroen-Duo ist das Werksteam aus England aber wieder einmal chancenlos.

"Wir haben ein Auto, das um den Sieg kämpfen kann. Mit diesem Wissen fahren nach Neuseeland. Dieses Jahr gehen bislang etwa 60 Prozent der Bestzeiten auf unser Konto", versucht Ford-Teamchef Malcolm Wilson die Spannung bei seinen Piloten hoch zu halten.

Nächste Kampfansage an Citroen

Und der Brite gibt gleich eine Kampfansage ab: "Klar, der Titel scheint außer Reichweite – aber in der Saison 2011 hat es bei den letzten Läufen auch noch Bewegung gegeben. Wir müssen jetzt dran bleiben. Keine Frage, wir werden dieses Jahr noch Rallyes gewinnen!"

Solberg verliert in der WM Rang zwei

Petter Solberg kann bei der Akropolis-Rallye lange Zeit mächtig Druck auf Spitzenreiter Loeb ausüben und liegt vor der letzten Etappe nur zehn Sekunden hinter dem Franzosen, scheidet aber am Sonntagmorgen nach einem Abflug aus und holt zum ersten Mal in dieser Saison keine Punkte. In der WM-Wertung verliert Solberg Rang zwei an Citroens Nummer-2-Piloten Mikko Hirvonen und rutscht auf Rang vier zurück.

"Bisher hat sich Petter hier in Griechenland immer sehr stark gezeigt. Aber dieses Mal ist es nunmal anders gelaufen. Es war keine leichte Aufgabe: Angreifen und gleichzeitig den zweiten Rang und die WM-Punkte sichern. Bei der Akropolis-Rallye weiß man eben nie, was passiert", erklärt dazu Teamchef Wilson.

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