Sturz, kein Wasser - aufgeholt!

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Trotz Sturz und ohne Wasser holte Walkner auf

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Matthias Walkner ist bei der Rallye Dakar nach der neunten Etappe nahe an die Top-20 in der Motorrad-Gesamtwertung herangerückt.

Der KTM-Pilot belegte auf dem 538 Kilometer langen Teilstück (450 km Spezial) von Iquique nach Calama in Chile am Dienstag 22:02 Minuten hinter dem portugiesischen Honda-Tagessieger Helder Rodrigues Rang sieben und schaffte den Vorstoß von Gesamtrang 30 auf 22.

Für den Salzburger, der im zweiten Teil der Strecke eine Schrecksekunde erlebte, war es bereits das sechste Top-Ten-Resultat bei seiner Dakar-Premiere.

"Habe am Anfang viel Staub schlucken müssen"

Insgesamt 5:41:23 Stunden fehlen ihm nun auf seinen spanischen Markenkollegen und Titelverteidiger Marc Coma, der am Dienstag mit 7:34 Minuten Rückstand als Dritter ins Ziel kam.

Walkner war ziemlich weit hinten in die Etappe gestartet.

"Ich habe deshalb am Anfang viel Staub schlucken müssen, aber eigentlich hab' ich's bis Kilometer 300 recht gut gemacht und mich auch nicht verfahren. Ich habe selber navigieren müssen, weil ich die anderen immer nur überholt habe", sagte der 28-Jährige.

Nach Sturz 150 Kilometer ohne Wasser

Durch den vielen Staub habe er dann aber abseits der Strecke fahren müssen. Da passierte ihm ein Missgeschick.

"Ich habe eine Welle übersehen, und es hat mich brutal abgeworfen. Dabei hat's mir den Trinkrucksack zerrissen und ich musste die letzten 150 Kilometer ohne Wasser fahren", berichtete der KTM-Fahrer.

Mit der Zeit habe er alles nur noch verschwommen gesehen.

"Das war echt schwierig, aber alles in allem bin ich gut ins Ziel gekommen", war Walkner froh.

Al-Attiyah vor Titelgewinn

Bei den Autos sind der Katari Nasser Al Attiyah und sein französischer Co-Pilot Matthieu Baumel auf dem besten Wege zum Titelgewinn.

Das Mini-Führungsduo belegte am Dienstag auf der neunten Etappe Rang zwei und baute damit den Vorsprung in der Gesamtwertung auf die ersten Verfolger Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Toyota) auf bereits 23:58 Minuten aus.

Roma feiert Tagessieg

Der Tagessieg ging an den spanischen Vorjahressieger Nani Roma und Michel Perin, die einen Mini-Dreifacherfolg anführten. De Villiers/Von Zitzewitz lieferten sich lange einen Kampf mit Al-Attiyah/Baumel, fielen aber durch einen Navigationsfehler weit zurück und wurden am Ende nur Tagesvierte.

Auf der zehnten Etappe am Mittwoch kehrt der Tross von Chile über die Anden wieder zurück nach Argentinien, dabei müssen von Calama nach Salta 501 Kilometer zurückgelegt werden.

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