EM-Hattrick für Kopecky, Azoren-Tief für Danzinger

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Dritter Sieg für Jan Kopecky bei seinem dritten EM-Start 2013. Der Tscheche gewinnt im Skoda Fabia S2000 nach der Jänner-Rallye im Raum Freistadt (OÖ) und dem EM-Lauf auf Gran Canaria auch die Azoren-Rallye.

Erster Sieg auf Schotter

Kopecky feiert bei der schwierigen Schotterveranstaltung auf der portugiesischen Atlantik-Insel seinen ersten Sieg auf losem Untergrund. Er gewinnt vor dem Briten Craig Breen (Peugeot/+32,2 Sek.) und dem Portugiesen Ricardo Moura (Skoda/+58,8).

Kopecky baut mit seinem Hattrick die Führung in der Europameisterschaft weiter aus. "Ich bin so glücklich. Unser Auto funktionierte tadellos und mein Dank gilt dem Team und Skoda. Jetzt ist unser Pech von 2010 vergessen, als wir fünf Kilometer vor dem Ziel den Sieg nach einem Unfall verloren haben", freut sich Kopecky im Ziel und kündigt an, dass er auch beim nächsten EM-Lauf auf Korsika (16. bis 18. Mai) antreten wird.

Kubica: "Erfahrung gesammelt und Spaß gehabt!"

Ex-Formel-1-Pilot Robert Kubica – der nach einem Überschlag weit zurückgefallen ist, belegt hinter Jérémi Ancian und Bruno Magalhães (beide Peugeot 207 S2000) noch den sechsten Endrang. "Wir hatten an diesem Wochenende Glück, aber auch Pech. Aber es war eine gute Erfahrung und es hat Spaß gemacht, obwohl es sehr schwierig war, vor allem am Schlusstag", erklärt der Pole.

Danzinger im Pech

Der Österreicher Hannes Danzinger scheidet im Renault Clio R3 in der Wertung der zweiradgetriebenen Fahrzeuge (2WD) zwei Prüfungen vor Schluss in Führung liegend aus.

Der Bolide des Niederösterreichers rutscht in einer Linkskurve von der Strecke. Dabei wird die Radaufhängung beschädigt. Immerhin nimmt das Danzinger noch sieben EM Punkte für die Führung nach Etappe zwei mit nach Hause.

Nach der 16. von 19 Sonderprüfungen weist Danzinger 24,7 Sekunden Vorsprung auf den Portugiesen Diogo Gago (Citroen C2 R2) auf. Danzinger bläst dennoch zum Angriff: "Nachlassen war nicht möglich. Am Schluss lagen noch zwei lange Prüfungen vor uns, da kann so ein Vorsprung schnell weg sein."

Kein Grip auf Asphalt

Auf SP 17 rutscht der Renault in einer Linkskurve hinaus und erwischt einen Erdwall. "Für diese Kurve waren wir leider ein bisschen zu schnell dran", sagt Danzinger, "mit ein bisschen Glück hätten wir allerdings sogar weiterfahren können." Der Ausrutscher passiert übrigens auf einem der wenigen Asphalt-Stücke, die Schotterreifen bauen dort nicht genügend Grip auf.

Endstand der Azoren-Rallye nach 19 Sonderprüfungen:

1. Jan Kopecky/Pavel Dresler, Skoda Fabia S2000

2. Craig Breen/Paul Nagle, Peugeot 207 S2000 +32,2 Sek.

3. Ricardo Moura/Sancho Eiro, Skoda Fabia S2000 +58,8

4. Bruno Magalhaes/N.Rodrigues da Silva, Peugeot 207 S2000 +2:37,6 Min.

5. JeremiAncian/G. de Turckheim, Peugeot 207 S2000 +3:27,4

6. Robert Kubica Robert/Maciej Baran, Citroën DS3 S2000 +9:19,1

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