Rossi: "Fühle mich nach wie vor wie ein Champion"

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Zurück im gewohnten Team und auf dem geliebten Motorrad.

Valentino Rossi spricht über seine großen Vorhaben für die neue Saison.

Frage: Valentino, wie hast du dein Comeback bislang erlebt?

Valentino Rossi: Mein Comeback bei Yamaha ist eine großartige Geschichte. Großartig für mich, aber auch für Yamaha. Nach zwei Jahren kämpfen wir wieder gemeinsam an der Spitze.

Frage: Wie fühlt es sich an, zurück in der Yamaha-Familie zu sein?

Rossi: Es fühlt sich gut an. Ich habe mir Sorgen gemacht, weil ich nicht genau wusste, was ich von der Atmosphäre im Team erwarten sollte. Yamaha ist aber noch immer wie eine Familie für mich. Ich habe die größten Erfolge mit ihnen geteilt und hatte immer eine tolle Zeit. Das wollen wir fortführen.

Frage: 2010 hast du dich mit einer Art Liebesbrief von deiner M1 verabschiedet. Wird es diesmal wieder einen Brief geben?

Rossi: Der Brief damals war sehr lustig. Jetzt muss ich aber keinen mehr schreiben, da wir ja dort starten, wo wir 2010 aufgehört haben. Es ist als hätte es die letzten zwei Jahre nicht gegeben.

Frage: Hat sich die M1 seit damals sehr verändert?

Rossi: Ja, sie hat sich in den vergangenen beiden Jahren sehr verändert und das war beim ersten Test eine große Überraschung. Die Basis ist noch ähnlich wie 2010, aber darüber hinaus hat das Motorrad sich in allen Bereichen verbessert. Yamaha hat diesbezüglich gute Arbeit in den letzten beiden Jahren geleistet. Das neue Bike verfügt über höhere Stabilität, mehr Grip, besseres Handling und bessere Elektronik. Auch hat der 1000cc-Motor Vorteile zum 800er, mit dem wir Probleme hatten.

Frage: Nach all den Rückschlägen: Fühlst du dich noch wie ein Champion?

Rossi: Ja, ich habe in meiner Karriere ja so viele Rennen und Meisterschaften gewonnen. Also fühle ich mich nach wie vor wie ein Champion.

Frage: Ist die Yamaha das beste Motorrad für dich?

Rossi: Ja, da es am besten zu meinem Fahrstil passt. Mit der M1 kann ich mehr als hundert Prozent geben, sie ist sehr präzise und du kannst sie auf eine gute klar verständliche Art fahren.

Frage: Was entgegnest du den Kritikern, die dich für zu alt halten?

Rossi: Unglücklicherweise bin ich ja schon alt. Aber ich fühle mich noch immer gut. Die mentale und physische Verfassung ist das Wichtigste und in dieser Hinsicht bin ich in bester Form. Ich bringe auch die nötige Motivation mit.

Frage: Jorge Lorenzo hat dich bei Yamaha empfangen. Wie ist dein aktuelles Bild von ihm?

Rossi: Mein Bild von ihm hat sich besonders in den letzten zwei Jahren geändert. Wir hatten unsere Differenzen, aber Jorge war immer freundlich zu mir. Als er gehört hat, dass ich zu Yamaha zurückkehre, hat er sich gefreut. Ich denke, wir werden in den nächsten beiden Jahren gute Teamkollegen.

Frage: Wie zufrieden bist du mit der bisherigen Arbeit bei den Wintertests?

Rossi: Mit diesem Punkt bin ich sehr zufrieden. In Sepang hat das Motorrad sehr gut funktioniert und wir waren schnell. Aber die Tests unterscheiden sich immer von den Rennen, deshalb müssen wir wohl bis zum 7. April warten um alle Antworten zu bekommen.

Frage: Was fehlt der M1 zum perfekten Motorrad?

Rossi: Die M1 ist großartig, weil sie die perfekte Balance hat, sehr freundlich zum Fahrer ist und leicht ans Limit gebracht werden kann. Wir müssen aber in einigen Bereichen noch arbeiten, weil sich unsere Mitbewerber ja auch ständig verbessern. Wir müssen noch bei der Geschwindigkeit und der Stabilität während der Beschleunigungsphasen zulegen, damit wir schneller aus den Kurven kommen.

Frage: Was erwartest du von dieser Saison?

Rossi: Ich hoffe, sie genießen zu können. Ich hoffe auch, dass ich wieder um das Podium kämpfen kann und vielleicht das eine oder andere Rennen gewinne.

Frage: Wie viel würde dir ein Podestplatz im ersten Rennen bedeuten?

Rossi: Sehr viel. Ums Podium zu kämpfen und Siege einzufahren, ist mein Ziel, seit ich im Vorjahr bei Yamaha unterschrieben habe.

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