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Tierische Schrecksekunde für Casey Stoner

Neue Gegner für Casey Stoner: Im zweiten freien Training der MotoGP-Klasse rannte ihm in Indianapolis auf einer schnellen Runde ein Murmeltier vor die Honda.

Stoner erwies sich als Tierfreund und bremste für den haarigen Rennbesucher, der bei dem Zwischenfall mit dem Schrecken davonkam. Stoner hingegen ließ sich nicht aufhalten und holte sich in 1:40,724 Minuten die Bestzeit des Tages.

Nur Spies in Schlagdistanz

Der Einzige, der halbwegs mit Stoner mithalten konnte, war der US-Amerikaner Ben Spies auf der Werks-Yamaha. Er verlor nur knappe zwei Zehntel auf den Australier ganz vorn.

Dani Pedrosa schob sich im letzten Moment noch bis auf eine halbe Sekunde heran und erntete damit Rang drei von Jorge Lorenzo. Andrea Dovizioso und Colin Edwards waren auf den Rängen fünf und sechs die Letzten, die unter einer Sekunde Rückstand blieben.

Kritik am neuen Asphalt

Zwar hatten sich die meisten Piloten auf den neuen Asphalt von Indianapolis gefreut, doch das Ergebnis des neuen Teers war ernüchternd. Fast durchgängig beschwerten sich die Jungs, dass es zu rutschig sei.

"Die Streckenbedingungen waren nicht sehr gut, es war rutschig und es war schwierig überhaupt Grip zu finden", sagte zum Beispiel Stoner nach dem ersten freien Training. "Es war sinnlos ein Setup für diese Strecke zu suchen, da sie schlimmer ist, als zuvor mit den Bodenwellen aus den letzten Jahren."

Auch Teamkollege Dovizioso sah das ähnlich: "Die Strecke war schmutzig und wir konnten keinen Grip finden. Es gab keinen Grund am Setup zu arbeiten oder Reifen zu testen. Es war wie als würde man im Nassen fahren."

Rossi wieder enttäuschend

Auch der Dritte im Repsol Honda-Bunde, Pedrosa, sah das ähnlich. "Die Qualität des neuen Asphalts ist enttäuschend, nicht was eine Weltmeisterschafts-Strecke verdient", ätzte der Spanier.

"Am schlimmsten ist es am Kurveneingang. Man kann am Kurvenausgang die Beschleunigung mit dem Gas kontrollieren, aber am Kurveneingang gibt es überhaupt keine Traktion. Ich denke, die Strecke wird sich nicht sehr ändern."

Hinter Marco Simoncelli auf Rang sieben klassierte sich der Lokalmatador Nicky Hayden mit der Werks-Ducati. Er konnte seinen Teamkollegen Valentino Rossi um über eine halbe Sekunde hinter sich lassen, denn für den Italiener reichte es hinter Alvaro Bautista und Randy de Puniet nur für den elften Platz.

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