Marquez pulverisiert den Streckenrekord

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Spektakel pur auf dem Sachsenring. In einem denkwürdigen Qualifying sicherte sich Marc Marquez in der Zeit von 1:20.336 Minuten die Pole, zerschmetterte so seine Rekordzeit von 1:20.937 aus dem Vorjahr deutlich.

Die Platzierungen: Mit dem neuen Rundenrekord von 1:20.838 Minuten setzte sich Marquez am Ende des ersten Runs umgehend an die Spitze, lag somit mächtige 0,431 Sekunden vor Andrea Iannone. Valentino Rossi und Dani Pedrosa fanden sich auf den Rängen drei und vier wieder, knapp vor Aleix Espargaro und Jorge Lorenzo. In der extrem engen Marquez-Verfolgergruppe lagen die Plätze zwei bis acht innerhalb von knapp mehr als 0,2 Sekunden.

Das finale Zeitenfeuerwerk entpuppte sich dann als Geschichtsträchtiger Wahnsinn. Zunächst setzte sich Lorenzo virtuell an die Spitze, wurde anschließend jedoch von Pedrosa und dann von Marquez getoppt. Alle Drei fuhren dabei unter dem alten Rundenrekord, MM93 gar unfassbare 0,6 Sekunden. Iannone, Hernandez und Rossi qualifizierten sich letztlich für die zweite Startreihe.

Aleix Espargaro, Pol Espargaro, Bradley Smith, Crutchlow, Andrea Dovizioso und Maverick Vinales komplettierten die Startreihen drei und vier.

Die Platzierungen in Q1: Nach dem ersten Run hatte sich Scott Redding früh vor Yonny Hernandez an die Spitze gesetzt, brannte mit einer 1:21.666 umgehend seine beste Runde des Wochenendes in den Asphalt. Hernandez folgte knapp 1,5 Zehntelsekunden dahinter. Hector Barbera, Maverick Vinales und Danilo Petrucci waren die Piloten, die sich vor dem "Grand Final" noch die größten Hoffnungen auf den Sprung in die Hauptqualifikation machen durften, lagen alle innerhalb von nur 0,3 Sekunden auf Redding.

Im zweiten Run brannten die Top-5 dann ein regelrechtes Feuerwerk ab. Top-Runden in Serie brachten auf den beiden Qualifikationsplätzen mehrere Veränderungen. Letztlich waren es Yonny Hernandez auf Pramac Ducati und Maverick Vinales auf der Werks-Suzuki, die auf dem extraweichen Open-Hinterreifen ihren Vorteil gegenüber Redding perfekt ausnutzten. Mit Zeiten von 1:21.333 und 1:21.556 unterboten beide die Zeit des Briten, zogen somit in Q2 ein. Barbera setzte sich ebenfalls auf dem Open-Reifen noch auf Rang drei, scheiterte um nicht einmal 0,1 Sekunden am Cut.

Petrucci, Alavaro Bautista, Alex de Angelis, Jack Miller, Nicky Hayden und Loris Baz füllten die Top-10 in Q1 auf. Mike Di Meglio, Hiroshi Aoyma, Eugene und Michael Laverty und Claudio Corti belegten die Plätze 11-15. Alle Piloten ab Rang drei gehen auf ihrer Position +10 ins Rennen am Sonntag.

Die Zwischenfälle: Q1 verlief ohne nennenswerte Zwischenfälle. Trotz der Jagd nach dem Limit zeigten die Piloten beeindruckende Disziplin, vermieden jegliche Ausritte und Stürze.

In Q2 ging es dann schon heftiger zur Sache. Cal Crutchlow blockierte Pedrosa auf einer rekordverdächtigen Runde im vierten Sektor, woraufhin der kleine Katalane wütend nach dem Briten austrat. Bradley Smith vermied mit viel Glück und einem Wahnsinns-Save einen bösen Highsider, der ihm definitiv das Qualifying gekostet hätte.

Das Wetter: Bei 24 Grad Lufttemperatur und über 38 Grad für den Asphalt starteten die 15 langsamsten Piloten der ersten drei Freien Trainings in die Vor-Qualifikation Q1. Die Bedingungen waren damit für den engen und kurvenreichen Sachsenring bereits leicht suboptimal. Während am Vormittag einige Regenwolken über dem Areal hingen und bedrohlich ihre Schatten warfen, zeigte der Himmel zur bislang wichtigsten Session des Wochenendes wieder reichlich blau.

Obwohl die Lufttemperatur bis zum Beginn von Q2 gleich geblieben war, kühlte der Asphalt zur Freude der Fahrer um knapp zwei Grad ab.

Die Analyse: Keine Überraschungen in der Qualifikation. Repsol Honda untermauerte mit den Rekordrunden von Marquez und Pedrosa eindrucksvoll die Vormachtstellung auf dem Sachsenring. Lorenzo schlug Rossi und sendete im Titelkampf ein deutliches Warnsignal in Richtung des Teamkollegen. Die Ducatis von Iannone und Hernandez profitierten klar vom extraweichen Open-Hinterreifen und kaschierten als Vierter und Fünfter so deutlich das Defizit Ducatis. Dovizioso enttäuschte klar. Der Sieg kann und wird am Sonntag nur über die "Großen Vier" Marquez, Pedrosa, Lorenzo und Rossi gehen.

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