Marquez holt sich WM-Führung

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Sieg und WM-Führung für Marc Marquez

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Marc Marquez nutzt die Gunst der Stunde in der MotoGP und entscheidet das Rennen am Sachsenring in Abwesenheit von Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa für sich.

Der Spanier verweist Cal Crutchlow um 1,559 Sekunden auf Rang zwei, Valentino Rossi komplettiert das Podest. Stefan Bradl darf sich über Rang vier und seine ersten Runden als Leader eines MotoGP-Rennens freuen.

In der WM übernimmt Marquez mit nunmehr 138 Zählern die Führung vor Pedrosa (136) und Lorenzo (127).

Marquez fällt zu Beginn zurück

Das Feld der MotoGP wurde gleich in der ersten Runde mächtig durcheinander gewürfelt. Polesitter Marquez erwischte keinen idealen Start und fiel auf Rang vier zurück.

Auch Cal Crutchlow kam nicht gut weg und musste sich auf Rang fünf einordnen. So übernahm Valentino Rossi die Führung vor Stefan Bradl, der sich von Platz vier auf zwei nach vorne fahren konnte. In Kurve zwölf ging der Bayer dann sogar in Führung, nachdem er sich innen an Rossi vorbeibremsen konnte.

In Runde drei startete Marc Marquez seine Aufholjagd. Er ging zunächst an Aleix Espargaro vorbei, der mit seiner CRT-Maschine auf dem sensationellen dritten Rang fuhr.

Aufholjagd wird belohnt

In Runde sechs kassierte der Rookie auch Valentino Rossi und eine Runde später musste Stefan Bradl seine Führung abgeben, als Marquez in Kurve 13 an ihm vorbeiging.

In den folgenden Runden formierte sich dahinter die Verfolgergruppe mit Valentino Rossi auf Platz zwei, Bradl dahinter und Cal Crutchlow auf Rang vier. Marc Marquez ging an der Spitze aber ein sehr hohes Tempo und konnte bald einen Vorsprung zwischen sich und die Konkurrenz bringen.

In Runde neun musste Bradl nach einem Fehler in der Zielkurve auch Crutchlow ziehen lassen. Sein ersehnter Podiumsplatz rückte wieder in weite Ferne.

Eine schnelle Runde nach der anderen

Mit fünfzehn zu fahrenden Runden überholte Crutchlow Rossi in Kurve zwölf und übernahm Position zwei, war somit also erster Verfolger von Marc Marquez. Der zeigte an der Spitze bis zu diesem Zeitpunkt eine schnelle Runde nach der anderen und konnte seinen Vorsprung kontinuierlich auf fast drei Sekunden vergrößern.

Doch der Brite konnte nun das Tempo des Repsol-Honda-Piloten mitgehen und seinen Rückstand sogar auf etwas mehr als zwei Sekunden verkleinern. Das Rennen war also noch lange nicht entschieden.

Cal Crutchlow zog das Tempo in den letzten fünf Runden noch einmal an. Trotz seiner Schürfwunden an der Hand, die ihm große Schmerzen bereiteten, kam er Marquez ständig näher. Zehntel für Zehntel verkleinerte der Tech-3-Yamaha-Pilot, der offenbar besser mit seinen Reifen hausgehalten hatte, seinen Rückstand.

Marquez hält Crutchlow hinter sich

Schlussendlich hielt Marc Marquez aber perfekt dagegen und brachte den Vorsprung, den er in den ersten Runden herausfahren konnte, ins Ziel. Somit übernahm der Rookie auch die WM-Führung von Dani Pedrosa. Cal Crutchlow fuhr auf Rang zwei vor Valentino Rossi.

Stefan Bradl verpasste trotz einer starken Startphase in seinem Heimrennen das Podium in der MotoGP einmal mehr und musste sich mit Platz vier begnügen.

Nach den Sturzorgien am Freitag und Samstag gab es im Rennen glücklicherweise nur zwei Ausrutscher von Yonny Hernandez und Bryan Staring, die beide glimpflich ausgingen.

"Habe ich nicht erwartet"

"Ich habe ehrlich gesagt nicht erwartet, nach acht Rennen die Weltmeisterschaft anzuführen. Das war natürlich ein besonders wichtiges Rennen. Die Umstände waren sehr speziell, dadurch dass Dani und Jorge verletzt sind. Es war für mich also wichtig möglichst viele Punkte mitzunehmen. Schlussendlich ist es mein zweiter MotoGP-Sieg geworden, was natürlich umso schöner ist", resümiert Marquez.

Dabei musste sich der Rookie auf einen für ihn ungewohnten Rennverlauf einstellen. "Das Rennen verlief für mich ganz anders als die bisherigen Läufe in dieser Saison. Zum ersten Mal musste ich ganz alleine an der Spitze fahren und meinen Vorsprung, zuerst auf Valentino und dann auf Cal, verwalten. Es war eine großartige Erfahrung und ich habe dabei sicher eine Menge gelernt, in Zukunft hoffe ich aber, dass wieder mehr Piloten an der Spitze um den Sieg kämpfen werden", gab er nach dem Grand Prix von Deutschland zu Protokoll.

In der Stunde seines Triumphes vergaß er auch nicht auf seine verletzten Konkurrenten: "Gute Besserung an Jorge und Dani von hier. Ich hoffe, dass sie bald wieder fit sind."

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