Pedrosa zeigt Lorenzo und Co. nur sein Hinterrad

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Dani Pedrosa lieferte Jorge Lorenzo im MotoGP-Rennen im Motorland Aragon den Beweis, dass er die Weltmeisterschaft 2012 nach dem Pech von Misano noch lange nicht aufgegeben hat.

Der Spanier dominierte weite Strecken der 23 Runden und fuhr vor den 44.746 Zuschauern zu einem souveränen Sieg.

Seinen Rückstand auf Lorenzo in der Gesamtwertung konnte er allerdings nur um 5 Punkte auf 33 Zähler reduzieren, da Lorenzo den zweiten Platz herausfuhr.

In einem harten Kampf um den letzten Podestplatz setzte sich Andrea Dovizioso durch.

Lorenzo verhindert Abflug

Beinahe hätte es in der Weltmeisterschaft sogar einen großen Umsturz geben können.

Denn nachdem sich Pedrosa in Runde sieben die Führung von ihm geschnappt hatte, wollte Lorenzo nachsetzen, was ihn in Runde neun beinahe in einen Sturz zwang.

Der WM-Führende konnte das Motorrad aber abfangen und danach mit etwas ruhigerer Pace zu Ende fahren. Weniger ruhig ging es zwischen Ben Spies, Dovizioso und Cal Crutchlow zu.

Bei diesem Kampf hatte zu Anfang auch Stefan Bradl mitgemischt und er hatte sich gerade an die dritte Stelle gesetzt, als er in Runde fünf zu Sturz kam und das Rennen für ihn damit vorbei war.

Böser Sturz von Hayden

Bradl war aber glimpflich davongekommen, Nicky Hayden war stattdessen ganz übel aus dem Rennen geflogen. Der Amerikaner kam in Runde zwei neben die Strecke und steuerte direkt auf die Absperrung zu.

Er schaffte es nicht, seine Maschine zu stoppen, schlug beinahe frontal ein und flog über die Absperrung. Hayden brauchte medizinische Hilfe und musste ins Medical Centre, die erste Mitteilung von dort lautete, er sei bei Bewusstsein und habe volle Mobilität.

Später hieß es, er sei für in Ordnung befunden worden, es würden aber noch weitere Untersuchungen vorgenommen.

Crutchlow fightet zurück

Im Kampf um Platz drei wurde derweil munter um jeden Zentimeter gerungen.

Spies und Dovizioso machten dabei zunächst den besten Eindruck, Crutchlow schien eher Mühe zu haben, an seinen Gegnern dranzubleiben.

Doch im letzten Viertel des Rennens wandelte sich das Bild, denn auf einmal konnte Spies nichts mehr entgegensetzen und Crutchlow kam auf.

Der Brite schnappte sich zuerst den Texaner und danach klebte er seinem Teamkollegen Dovizioso im Heck.

Tausend Mal probiert, ...

In dieser Reihenfolge ging es auch in den Endspurt, nur dass Spies abreißen lassen musste. Crutchlow versuchte, sich Dovizioso für den entscheidenden Angriff herzurichten, doch es ging lange nicht die Tür auf.

In Kurve 15 der vorletzten Runde probierte er es, konnte aber die Linie nicht halten und Dovizioso schlüpfte wieder durch. Es ging in die letzte Runde und wieder scheiterte der Versuch in Kurve 15, danach gab es keine Chance mehr.

Spies fuhr dahinter einsam zu Platz fünf. Platz sechs ging nach einem ruhigen Rennen an Alvaro Bautista und Jonathan Rea konnte bei seinem zweiten Ersatz-Einsatz für Casey Stoner Platz sieben nach Hause fahren.

Rossi mit viel Kampfgeist

Der Brite hatte dabei auch davon profitiert, dass Valentino Rossi zu Rennbeginn außen an ihm vorbei wollte und die Kurve nicht mehr erwischte, wodurch der Italiener ganz ans Ende des Feldes zurückfiel.

Von dort kämpfte er sich noch auf Platz acht nach vorne. Karel Abraham und CRT-Sieger Aleix Espargaro fuhren noch in die Top-10.

Punkte gab es noch für Randy de Puniet, Hector Barbera, Yonny Hernandez, James Ellison und Michele Pirro. Mattia Pasini, Danilo Petrucci und Colin Edwards waren die letzten Fahrer im Ziel.

David Salom hatte mit einem Defekt an der Box aufgegeben.

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