In einer eigenen Liga

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Marc Marquez in Le Mans in einer eigenen Liga

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Marc Marquez bleibt im Qualifying eine Klasse für sich. In Le Mans fuhr der Repsol-Honda-Pilot zu seiner dritten Pole Position in dieser Saison und ließ der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance.

Die Platzierungen Q2: Polesitter Marc Marquez war in 1:32.246 Minuten exakt 0,503 schneller als Andrea Dovizioso, der mit seiner Ducati von Startplatz zwei ins Rennen gehen wird. Jerez-Dominator Jorge Lorenzo komplettiert mit einer weiteren Zehntelsekunde Rückstand die erste Reihe. Cal Crutchlow, der angeschlagene Andrea Iannone und der Freitagsschnellste Bradley Smith stehen in der zweiten Reihe. Valentino Rossi führt als Siebenter Reihe drei an. Neben ihm stehen Rückkehrer Dani Pedrosa und Danilo Petrucci. Die Espargaro-Brüder Aleix und Pol teilen sich mit Yonny Hernandez die vierte Reihe.

Die Platzierungen Q1: Danilo Petrucci markierte ganz souverän die Bestzeit in der ersten Qualifying-Phase. Er war fast drei Zehntelsekunden schneller als Aleix Espargaro, der sich den letzten Platz für Q2 sicherte – eine beeindruckende Leistung des Spaniers nach seinem heftigen Highsider im dritten Training. Sein Suzuki-Teamkollege Maverick Vinales war 32 Tausendstel langsamer und musste sich so mit Startplatz 13 für das Rennen am Sonntag abfinden. Neben ihm beziehen Nicky Hayden und Scott Redding ihre Plätze. Stefan Bradl führt als 16. die sechste Startreihe mit Mike di Meglio und Jack Miller an. Dahinter stehen Hector Barbera, Karel Abraham und Eugene Laverty. Loris Baz kam nach seiner Bestzeit im vierten Freien Training nicht über Startplatz 22 hinaus und teilt sich die achte Reihe mit Alvaro Bautista und Alex de Angelis. Ganz hinten steht einmal mehr Marco Melandri.

Die Zwischenfälle: Jack Miller machte in Kurve eins einen Fehler und musste bis zur Dunlop-Schikane durch den Kies holpern. Einen Sturz konnte der LCR-Honda-Pilot aber vermeiden. Scott Redding stürzte drei Minuten vor Ende von Q1 per Highsider in der Schikane. Er konnte seine Honda zwar wieder starten, aber keine schnelle Runde mehr hinlegen.

Das Wetter: Im Qualifying der Moto3-Klasse hatte es noch stark geregnet, doch während des vierten Freien Trainings der MotoGP hörte der Regen auf und die Strecke trocknete zusehends auf. Am Ende von FP4 gingen einige Piloten wie Loris Baz oder Alex de Angelis bereits mit Slicks hinaus und fuhren die schnellsten Zeiten. So entschieden sich im Qualifying trotz nach wie vor etwas feuchter Strecke und kühlen Temperaturen von 15 Grad außen und 17 Grad am Asphalt ebenfalls für die profillosen Reifen. In Q1 trocknete die Strecke dann rapide auf und wurde von Minute zu Minute schneller. Q2 ging schließlich sogar bei Sonnenschein über die Bühne, was sowohl Außen- als auch Streckentemperatur um rund zwei Grad ansteigen ließ.

Die Analyse: Marc Marquez' Leistung im Qualifying war eindeutig eine Machtdemonstration. Wenn er seine Pace über eine volle Renndistanz abrufen kann, wird der Vorjahressieger auch 2015 in Le Mans nur schwer zu schlagen sein. Jorge Lorenzo macht erneut einen starken Eindruck und dürfte wohl erster Herausforderer Marquez' sein. Mit Valentino Rossi ist trotz Startplatz acht natürlich wie immer zu rechnen. Die Wundertüten im Spitzenfeld stellen einmal mehr die Ducatis von Andrea Dovizioso und Andrea Iannone dar, wobei Letztgenannter im Rennen aufgrund seiner körperlichen Probleme wohl Federn lassen wird.

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