Yamaha dominiert beim MotoGP-Auftakt in Katar

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Nach Regen, Sandstürmen und Wind bot das Wetter in Katar am Sonntagabend fast optimale Bedingungen zum Start des ersten Saisonrennens 2013.

Nach 22 Runden auf dem sandigen Losail International Circuit feierte Jorge Lorenzo den ersten Sieg des Jahres und damit den erfolgreichen Auftakt seiner Titelverteidigung.

Nach einem atemberaubenden Zweikampf triumphierte Valentino Rossi schließlich über Marc Marquez und sicherte sich Rang zwei. Der Rookie fuhr in seinem ersten MotoGP-Rennen mit Platz drei aufs Podium.

Lorenzo von Beginn an in Front

Alle 24 MotoGP-Piloten entschieden sich für die medium Reifenmischung am Hinterrad und die harte Mischung vorn. Lediglich Alvaro Bautista und Lukas Pesek entschieden sich für einen weichen Vorderreifen. Lorenzo konnte seine Pole Position optimal umsetzen und führte das MotoGP-Feld vor Dani Pedrosa und Andrea Dovizoso in die erste Kurve.

Nach technischen Problemen im Warm-Up musste der Italiener auf seiner Zweitmaschine ins Rennen gehen. Cal Crutchlow wurde schon nach wenigen Kurven von Rossi auf Position fünf verwiesen. Stefan Bradl lag nach der ersten Runde auf Rang sechs.

Rossi mit einem Umweg

Beim Versuch an Dovizioso vorbeizugehen, musste Rossi weit ausweichen und fiel wieder hinter Bradl zurück. Karel Abraham stürzte noch in der zweiten Runde beim Debüt auf seiner CRT-Maschine. Crutchlow eroberte derweilen Rang drei.

Marquez rollte das Feld von hinten auf und zog in Runde zwei an Bradl und Dovizioso vorbei auf Position vier. Bryan Staring beendete sein erstes MotoGP-Rennen im Kies. Marquez fuhr schon in der dritten Runde mit Leichtigkeit an Crutchlow vorbei, nachdem er die schnellste Rennrunde zurückgelegt hatte.

Bradl stürzt in den Kies

Wie Staring stürzte auch Bradley Smith in seinem ersten Rennen der Königsklasse nach nur wenigen Runden. Noch vor Rennhälfte rutschte Bradl im Kampf um Platz fünf gegen Rossi in den Kies und musste sein Rennen für beendet erklären. Währenddessen baute Lorenzo seinen Vorsprung an der Spitze auf fast vier Sekunden aus.

Pedrosa, Marquez und Crutchlow kämpften hinter dem Mallorquiner um die verbliebenen Podestplätze. Danilo Petrucci musste zur Rennmitte mit technischem Defekt aufgeben. Auch Colin Edwards kehrte noch vor Rennende zur Forward Box zurück.

Rossi kämpft sich heran

Sechs Runden vor Rennende fuhr Marquez nach langer Verfolgungsjagd an seinem Teamkollegen vorbei. Auch Rossi hatte sich wieder an die Kampfgruppe um das Podest herangefahren. Rossi passierte Crutchlow kurz danach.

Lorenzo ist in Katar eine Klasse für sich

Der Brite kam nach dem Überholmanöver in den Kies und musste seine Podesthoffnungen damit begraben. Vier Runden vor Rennende war Rossi auch an Pedrosa vorbei. Eine Runde später kassierte er auch Marquez, der sich das aber auch vom erfahrenen Yamaha-Piloten nicht gefallen ließ und in den letzten Runden hart gegenhielt.

Souveräner Sieg

Lorenzo - der an der Spitze fast vergessen wurde - sicherte sich am Ende der 22 Runden den ersten Sieg der Saison mit einem Vorsprung von über sechs Sekunden. Rossi kehrte mit dem zweiten Platz aufs Podest zurück und ließ Rookie Marquez nur knapp hinter sich.

Pedrosa musste sich mit Rang vier begnügen, Crutchlow sah die schwarz-weiß-karierte Flagge als Fünfter. Bautista schnappte sich den sechsten Platz vor dem Ducati-Duo aus Dovizioso und Nicky Hayden.

Angeschlagener Spies Zehnter

Andrea Iannone fuhr als Neunter ins Ziel. Ben Spies, der nach seinem nächsten Sturz auf die linke Schulter am Samstagabend nur gehofft hatte, das Rennen beenden zu können, nahm mit Platz zehn sogar noch einige Punkte mit nach Hause.

Aleix Espargaro durfte als Elfter den CRT-Sieg feiern. Randy de Puniet folgte auf Rang zwölf vor Hector Barbera und Yonny Hernandez. Hiroshi Aoyama nahm den letzten Punkt mit nach Hause. Claudio Corti, Michael Laverty und Pesek erreichten das Ziel als Letzte.



Maria Pohlmann

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