MotoGP 2021: So sieht die Zukunft der WM aus

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Die GP-Kommission präsentierte in Assen die Zukunft der MotoGP.

Vermarkter Dorna, Weltverband FIM, Teamvereinigung IRTA und Herstellervereinigung MSMA einigten sich auf das Regelkorsett bis zum Jahr 2021.

So sieht die neue MotoGP aus:

Starterfeld

Die Anzahl der Starter wird per 2017 auf 24 begrenzt. "Das bedeutet, dass ein existierendes Team seine Position verlieren kann", stellte Dorna-Boss Carmelo Ezepelta klar. Derzeit umfasst das Starterfeld bekanntlich 25 Fahrer, weshalb mit Saisonende 2016 ein Motorrad weg muss.

Die Dorna hat künftig das Recht, die Startplätze der schlechtesten zwei Rennställe in der Teamwertung zurückzukaufen, und neu zu vergeben. "Ich hoffe, davon werden wir nie Gebrauch machen müssen", so Ezpeleta. Allerdings werden keine neuen Bewerbungen angenommen, bis das Starterfeld nicht unter 22 Fahrer fällt. "Ein Zugeständnis an die existierenden Teams, die seit Jahren mitmachen", erklärte der Dorna-Boss.

Rennkalender

Aktuell umfasst der Rennkalender der MotoGP 18 Rennen. Die GP-Kommission gab grünes Licht für eine mögliche Erweiterung auf bis zu 20 Rennen. Diese Marke wird bis 2021 aber nicht überschritten. "20 ist das Maximum", erklärte FIM-Boss Vito Ippolito. 2016 kehrt Österreich mit dem Red Bull Ring in den Kalender zurück, gleichzeitig drängen in den kommenden Jahren auch Thailand und Indonesien in die MotoGP. Vor allem die Hersteller wollen diese Länder, aufgrund der hohen Umsätze dort, rasch in den Rennkalender integrieren. Als Wackelkandidat im Rennkalender gilt Brünn.

Technisches und sportliches Regelwerk

Das technische und sportliche Reglement wird bis 2021 nicht mehr verändert. Damit bleibt das Regelkorsett in den kommenden Jahren auf dem aktuellen Stand. Allerdings gibt es zwei Ausnahmen, weswegen nachgebessert werden könnte: wenn die Sicherheit Änderungen verlangt oder wenn alle involvierten Hersteller einstimmig für die gleiche Änderung votieren. Damit gibt es künftig quasi sechs "Vetomächte" und kein Hersteller kann bei einer wichtigen technischen Regeladaption übergangen werden.

Neue Hersteller

Sechs Hersteller werden ab 2017 in der MotoGP vertreten sein: Honda, Yamaha, Ducati, Suzuki, Aprilia und KTM. Diesen sechs Herstellern wird eingeräumt, ein eigenes Factory-Team zu installieren. Die bestehenden fünf Hersteller unterhalten bereits Werksteams, auch KTM plant das ab 2017, wie Motorsportchef Pit Beirer gegenüber Motorsport-Magazin.com bestätigte. Für KTM werden also zwei Plätze im Grid frei geschaufelt werden müssen. "KTM hat das Recht, seinen eigenen Slot im Starterfeld zu nutzen", bestätigte Ezpeleta. Jedem neuen Hersteller wird dieses Recht nicht mehr eingeräumt. Sollten sich etwa BMW oder Kawasaki bis 2021 zu einem Einstieg entscheiden, müssen diese entweder mit einem bestehenden Team zusammenarbeiten oder die beiden Startplätze eines bestehenden Rennstalls für das eigene Factory Team von einer bestehenden Truppe kaufen.

Motorräder

Ab 2016 wird es nur noch reinrassige Factory-Bikes und Leasing-Motorräder geben, die beinahe den gleichen Entwicklungsstand haben wie jene der Werksteams. Die Zweiklassengesellschaft mit CRT/Open-Motorrädern gehört damit endgültig der Vergangenheit an. Jeder Hersteller muss zwei Bikes an private Teams leasen, wenn Nachfrage besteht - zu einem maximalen All-inclusive-Preis von 2,2 Millionen Euro pro Jahr. "Damit stellen wir klar, dass die Privatteams entscheiden, mit welchem Hersteller sie sich einigen", führte Ezpeleta aus. Wichtig: Kein Hersteller darf mehr als vier Leasing-Motorräder anbieten, sodass die MotoGP nicht zu einem Honda-Cup oder einer Yamaha-Trophy verkommt. "Das Wichtigste ist: Wir haben ab 2016 alle die gleiche ECU und die gleiche Reifenauswahl. Das ist ein riesiger Unterschied für uns kleine Teams", sagte Herve Poncharal, Boss der Teamvereinigung IRTA und zugleich Teamchef von Tech3.

 

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