Windschattenschlacht an Fenati

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Fenati feiert Heimsieg nach Windschatten-Schlacht

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Der Rennsonntag hätte für die italienischen Fans in Mugello nicht besser beginnen können.

Den sechsten Saisonlauf entschied Romano Fenati nach 20 Runden haarscharf für sich.

0.010 Sekunden dahinter berührte Isaac Vinales gleichzeitig mit Alex Rins die Ziellinie. Die letzte Runde entschied - wie die Rennleitung nach Videobeweis festlegte - dass Vinales vor Rins Zweiter wurde.

WM-Leader Jack Miller stürzte in der letzten Runde.

Miller kommt am besten Weg

Noch vor dem Start hatte Bryan Schouten Probleme mit seiner Maschine. Der Niederländer kam in der Aufwärmrunde nicht vom Fleck und musste daraufhin aus der Boxengasse starten.

Jack Miller kam beim Start am besten weg, aber Pole-Mann Alex Rins bog vor dem Australier, Romano Fenati, Jakub Kornfeil und Alexis Masbou in die erste Kurve ein.

Alex Marquez fuhr noch in der ersten Runde an Masbou und Kornfeil vorbei auf Rang vier und schnappte sich nur wenig später auch Miller, Fenati und Rins.

Windschatten-Duelle

Hinter der Sechserkampfgruppe an der Spitze komplettierten John McPhee, Enea Bastianini, Francesco Bagnaia und Niccolo Antonelli die vorrübergehenden Top-10 vor Efren Vazquez, der nach einem Frühstart aber eine Durchfahrtsstrafe antreten musste.

Durch starke Windschattenkämpfe änderte sich die Spitze auf der langen Start-Ziel-Geraden nach jeder Runde. Auch nach drei Runden lagen die ersten 18 Fahrer noch eng beieinander. Vazquez bog nach drei Runden in die Boxengasse ein.

Ständige Führungswechsel

Niccolo Antonelli stürzte beim Heimrennen und kassierte damit seinen dritten Nuller in Folge. Beim Abflug berührte der Italiener Kornfeil, der ebenso in den Kies musste, sich aber am hinteren Ende des Feldes wieder einsortieren konnte.

McPhee flog in Runde sechs heftig ab, lief glücklicherweise aber unverletzt davon. Bagnaia schied noch vor Rennmitte mit einem technischen Defekt aus.

Zehn Runden vor Rennende lag die Spitze aus Miller, Masbou, Rins, Bastianini, Marquez, Juanfran Guevara, Isaac Vinales, Fenati, Miguel Oliveira, Brad Binder, Alessandro Tonucci, Niklas Ajo und Karel Hanika noch immer dicht zusammen.

Packende Schlussphase

In die Schlussrunde bog eine Gruppe mit zehn Mann, die um den Sieg kämpften.

Miller, Bastianini und Marquez stürzten im harten Kampf auf der letzten Runde.

In einem packenden Finish kam Rins als erster aus der Schlussskurve auf die lange Zielgerade. Nicht die optimale Position, wie sich zeigen sollte. Denn Fenati kam aus dem Windschatten und sicherte sich in einem Foto-Finish den Sieg.

Vinales musste sich um 0,010 Sekunden geschlagen geben, eine weitere Tausendstel zurück kam Rins auf Rang drei.

"Das schönste Rennen der gesamten WM"

"Ich genieße das sehr und bin wirklich glücklich. Es ist mein erster Sieg hier in Mugello und es fühlt sich fantastisch an", freute sich Fenati nach seinem dritten Saison-Sieg. "Das ist für mich das schönste Rennen in der gesamten Weltmeisterschaft."

"Im Rennen musste ich viel gegen die anderen Fahrer kämpfen und das Tempo war extrem hoch. Die letzte Runde ist in unserer Klasse immer verrückt, aber heute war es besonders eng. Vielen Dank an meine Crew und das Team."

Rins von Fenati ausgetrickst

Rins war ein geknickter Dritter. "Ich wusste, dass ich das Rennen vielleicht nicht gewinnen werde wenn ich als Erster aus der letzten Kurve komme", analysierte der Spanier die Schlussphase. "Romano hat das aber sehr schlau gemacht, früh gebremst und so konnte ich nichts machen."

Zunächst glaubte er noch, Zweiter zu sein: "Es ist enttäuschend, weil ich direkt nach der Ziellinie noch gesehen habe, dass ich Zweiter bin und jetzt ist es nur Rang drei. In Barcelona werde ich es wieder versuchen."

In der WM schiebt sich an der Spitze durch den Nuller von Miller alles zusammen. Der Australier bleibt bei 104 Punkten und hat nur noch fünf Zähler Vorsprung auf Fenati.

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