Irrer Moto3-Lauf in Le Mans

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Fenati siegt - Kent mit sensationeller Aufholjagd

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Ein Unfall in Kurve eins, eine irre Aufholjagd von Danny Kent und ein Kampf um den Sieg auf Messers Schneide: Das Moto3-Rennen in Le Mans bot wieder einmal Rennsport in allen Facetten.

Kent lag bereits nach zwei Runden von Startplatz 31 aus wieder in den Punkterängen und war am Ende mitten im Kampf um den Sieg.

Sieg für Rossi-Schützling

Durchgesetzt hat sich am Ende Romano Fenati. Der Italiener aus dem Team von Valentino Rossi konnte sich den Erfolg in einem dramatischen Schlusskampf sichern.

Mit Enea Bastianini und Francesco Bagnaia auf Platz zwei und drei war das Podium fest in italienischer Hand. Kent begnügte sich in der heißen letzten Runde mit Position vier nach einer unfassbaren Aufholjagd.

Turbulenter Auftakt

Bereits im ersten schnellen Rechtsknick ging einiges schief: Brad Binder und Remy Gardner berührten sich, rutschten geradeaus Richtung Schikane und trafen noch andere Konkurrenten, die im Begriff waren, einzulenken.

Den Sprint zur ersten Schikane gewann Niccolo Antonelli, der vor Francesco Bagnaia einbog. Danny Kent legte eine fulminante erste Runde hin, beim ersten Durchfahren der Ziellinie war der WM-Leader bereits 17.

Schon nach zwei Runden konnten die ersten Fünf, Antonelli, Bagnaia, Romano Fenati, Jakub Kornfeil und Fabio Quartararo, eine erste Lücke öffnen.

Kent schnell in den Punkterängen

Kent schnitt indes weiter durchs Feld. Am Ende der dritten Runde war der Brite bereits als 13. in den Punkten, während sich vorne die Lücke hinter den Top-5 wieder schloss.

In Runde fünf ging Jorge Navarro zu Boden, der Spanier blieb aber unverletzt. Vorne setzte sich Fenati langsam von seinen sieben Verfolgern ab, während Kent mittlerweile Andrea Migno für Platz neun passierte.

Nach vorne auf die Spitzengruppe hatte Kent aber fast drei Sekunden Abstand. Unterdessen haben die Verfolger wieder den direkten Anschluss zu Fenati hergestellt.

In Runde neun übernahm Enea Bastianini die Führung in der zweiten Schikane, Fenati konterte aber wieder auf Start-Ziel. Das gleiche Spiel einen Umlauf später - nur dass Fenati schon im S hinter dem Fahrerlager die Führung zurückerobert.

In Runde elf beendete Jules Danilo seinen Heimat-GP im Kiesbett. Vorne schloss Kent immer mehr zur Spitzengruppe auf. Dem Leopard-Pilot fehlten nur noch 1,4 Sekunden. Zwei Runden später war Kent schon direkt im Windschatten von Vordermann Isaac Vinales. Kurz darauf zog Kent vorbei auf Platz acht. Acht Runden vor Schluss war Kornfeil fällig, Kent war also schon Siebter.

Der Kampf spitzt sich zu

Sieben Runden vor dem Ende übertrieb es Fabio Quartararo: Der junge Franzose verabschiedet sich per Highsider ausgangs der ersten Schikane aus dem Kampf um die Spitze! Glücklicherweise konnte Quartararo die Unfallstelle unverletzt verlassen. Sein Unfall hat aber hinter Fenati, Bastianini und Bagnaia eine kleine Lücke gerissen. Kent übernahm von Antonelli die vierte Position und machte sich an die Verfolgung des Spitzentrios.

Vier Runden vor Schluss hat Kent den direkten Anschluss zu den ersten Drei geschafft. In der drittletzten Runde ging der Brite an Bastianini vorbei, während sich Bagnaia an Fenati vorbei in Führung kämpft. In den letzten Runden wechselten die Positionen ganz vorne unzählige Male. Den entscheidenen Vorteil in der letzten Runde sicherte sich aber Fenati, der den Zielstrich als Erster überquert vor Bastianini, Bagnaia und Kent.

"Mit dem Sieg belohnt"

Bei Fenati war die Erleichterung nach dem ersten Saisonsieg groß: "Der Start in die Saison war unglaublich schwierig, auch weil unser Bike leider etwas weniger Performance hat als letztes Jahr. Wir hatten doch einige Probleme, haben hart gearbeitet und heute haben wir uns mit dem Sieg endlich dafür belohnt. Ich bin überglücklich."

Bereits beim letzten Rennen in Jerez hatte sich Fenati ein gutes Resultat ausgemalt, fiel dort jedoch den stark abbauenden Reifen zum Opfer.

In Le Mans trat dieses Problem zu seinem Glück jedoch nicht auf: "Das Bike war perfekt abgestimmt, was nicht nur dazu geführt hat, dass ich schnell war, sondern auch, dass die Reifen bis zum Ende gehalten haben. Ich bin sehr zufrieden damit, wie sehr wir uns verbessert haben. Ich hoffe, jetzt geht es weiter vorwärts."

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