Masbou auf Pole, Favoriten starten von hinten

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Erste Moto3-Pole der Karriere für Alexis Masbou.

In einer Nervenschlacht erster Güte behielt der Franzose in den heißen letzten Minuten die besten Nerven, sicherte sich mit einer Zeit von 2:06.170 den Platz an der Sonne.

Bis kurz vor dem Ende der Session schien der Pilot des Racing Team Germany mit dem Ausgang des ersten Qualifyings 2015 wenig zu tun zu haben, katapultierte sich mit einer späten Traumrunde jedoch vor die gesammelte Gruppe der Favoriten.

Favoriten starten von hinten

Masbou entpuppte sich als der große Gewinner des Qualifyings in Katar, belegte etwas überraschend Platz eins. Auch direkt hinter dem Franzosen fanden sich jedoch nicht die erwarteten Favoriten ein.

Mit Isaac Vinales und Niccolo Antonelli teilt sich Masbou am Sonntag eine bunt gemischte erste Startreihe. Francesco Bagnaia, John McPhee und Rookie Fabio Quartararo sicherten sich mit Startreihe zwei ebenfalls eine gute Ausgangsposition für das Rennen.

Die bisherigen Dominatoren des Wochenendes Miguel Oliveira und Danny Kent fanden sich trotz langer Führung letztlich nur auf den Plätzen acht und neun wieder, verpassten es im Gegensatz zu den vorderen Fahrern, den in Katar so wichtigen Windschatten eines schnellen Vordermannes auf der langen Start-und-Zielgeraden für sich zu nutzen.

Auch Andrea Locatelli als Siebter lag noch vor den beiden Top-Fahrern. Efren Vazquez komplettierte die Top-10, die allesamt innerhalb von 0,25 Sekunden lagen. Der Deutsch Philipp Öttl belegte trotz Steigerung lediglich Rang 22.

Bezzecchi erwischt es doppelt

Bereits nach sieben Minuten gab es im Feld der 34 Moto3-Piloten den ersten Sturz zu vermelden.

Marco Bezzecchi, Ersatz-Fahrer im San Carlo Team Italia, legte sich mitsamt seines Bikes unsanft ins Kiesbett. Glücklicherweise blieb er unverletzt. Leopard-Racing-Pilot Efren Vazquez musste am Ende von Start und Ziel nach einem Verbremser durch den Notausgang, vermied aber einen Sturz.

Zweieinhalb Minuten vor dem Ende stürzte Bezzecchi nach einem brutalen Highsider zum zweiten Mal binnen einer halben Stunde, blieb erneut unverletzt.

Beste Bedingungen

Bei 25 Grad in der Luft und knapp 30 Grad Asphalt-Temperatur fand das Feld der Moto3 zum 40-minütigen Qualifying beste Bedingungen vor.

Mit 16 km/h war der Wind zwar etwas stärker als an den vorangegangenen Tagen, bereitete den Fahrern jedoch keinerlei Probleme.

Am dritten Tag auf dem Losail International Circuit zeigte sich die Strecke vor allem auf der Ideallinie in sehr guter Verfassung. Sandverwehungen spielten nur eine geringe Rolle.

Die Analyse:

Oliveira und Kent waren bislang die Männer des Wochenendes, begingen in der entscheidenden Phase der Qualifikation jedoch strategische Fehler. Beide sind dennoch zu den absoluten Rennfavoriten zu zählen.

Super-Rookie Quartararo zeigt weiterhin eine beängstigend steile Lernkurve und fuhr nach weiteren Verbesserungen nahezu problemlos in die Spitzengruppe der Moto3. Auch mit ihm muss im Rennen gerechnet werden.

Romano Fenati blieb mit Rang 17 seiner fast schon traditionellen Qualifying-Schwäche treu. Öttl zeigte zwar Fortschritte, dürfte nach bisherigem Verlauf des Wochenendes jedoch Probleme haben, um die Punkte im Rennen mitzukämpfen.

Das Leopard Racing Team von Stefan Kiefer bastelt hingegen weiter an der geschichtsträchtigen Wiederauferstehung, darf sich mit allen drei Piloten ein gutes Ergebnis am Sonntag erhoffen.

Einmal mehr ist aus der großen Spitzengruppe von 12-15 Piloten kein wirklicher Top-Favorit auf den Rennsieg.

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