Rabat kommt Moto2-Titel näher

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Moto2-Titelentscheidung kommt näher

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Der nächste Schritt in Richtung eines Moto2-Weltmeistertitels ist für Esteve Rabat gemacht.

Er vergrößerte seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf Mika Kallio mit einem Sieg im Grand Prix von San Marino auf 22 Punkte.

Kallio wurde Zweiter vor Johann Zarco, der das Podium komplettierte.

Lüthi startet schlecht, Cardus anfangs stark

Die beiden WM-Rivalen und Marc-VDS-Teamkollegen Mika Kallio und Esteve Rabat gingen von den ersten zwei Startplätzen in den Grand Prix von San Marino, der bei passendem Wetter mit strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen über die Bühne ging.

Beide erwischten einen starken Start und gingen wenig überraschend als Erster und Zweiter in Kurve eins. Sensationell startete aber Ricard Cardus, der von Platz sieben aus Reihe drei nach vorne schoss und sich auf Rang drei einordnete.

Den umgekehrten Weg ging Tom Lüthi, der seinen dritten Startplatz nicht verteidigen konnte und auf Platz sechs zurückfiel.

Kallio legte gleich in der Startphase eine beeindruckende Pace vor und fuhr in den ersten drei Runden bereits rund 1,5 Sekunden Vorsprung auf seinen zweitplatzierten Teamkollegen Rabat heraus.

Cardus schmeißt Nerven weg

Cardus konnte zu Beginn das Tempo mitgehen, musste aber in Runde vier schließlich doch Johann Zarco und Dominique Aegerter vorbeilassen.

Der Spanier hielt den Anschluss noch einige Umläufe, musste aber dann abreißen lassen und auch Vinales ging an ihm vorbei.

An der Spitze verkleinerte Rabat den Abstand zu seinem führenden Teamkollegen unterdessen wieder auf unter eine Sekunde. Er hatte seinerseits komfortable drei Sekunden Vorsprung auf Zarco, der Rang drei vor Aegerter innehatte.

In Runde zwölf stürzte Cardus auf Position acht und machte sich so seine bärenstarke Startphase völlig zunichte.

Lüthi startet Aufholjagd

Zu diesem Zeitpunkt hatte Rabat die Lücke zu Kallio bereits wieder völlig zu gefahren. Eine Wiederholung des packenden Duells zwischen den Marc-VDS-Teamkollegen in Silverstone bahnte sich an.

Aegerter hatte den Anschluss an Zarco verloren und musste in Runde 16 auch Vinales vorbeilassen. Nun kam Aegerter unter Druck von Lüthi, der sich nach seinem völlig verpatzten Start wieder nach vorne arbeitete. Wenig später ging Lüthi an Aegerter vorbei.

In der 17. von 26 Runden übernahm Rabat nach einem kleinen Fehler von Kallio erstmals die Führung im Grand Prix von San Marino. Sechs Runden vor Ende unterlief Mika Kallio ein weiterer Fehler, wodurch nun Rabat einen Vorsprung von fast einer Sekunde herausfahren konnte.

Der Spanier baute den Abstand nun kontinuierlich aus und lag bald mehr als zwei Sekunden in Front. So fuhr Rabat seinen siebenten Saisonsieg ein und baute den Vorsprung in der Weltmeisterschaft aus, Kallio wurde Zweiter.

Strafen-Chaos um Jonas Folger

Johann Zarco fuhr den dritten Rang nach vorne. Maverick Vinales wurde Vierter vor den Schweizern Tom Lüthi und Dominique Aegerter. Franco Morbidelli kam auf Platz sieben vor Julian Simon, Axel Pons und Takaaki Nakagami.

Marcel Schrötter wurde als Elfter bester Deutscher, direkt vor Sandro Cortese. Mattia Pasini belegte Rang 13 vor Randy Krummenacher. Luis Salom holte den letzten Punkt.

Ein ganz bitteres Rennen erlebte Jonas Folger, der einen starken Grand Prix auf Platz sieben fuhr, bevor er die Anweisung bekam, sich eine Position zurückzufallen lassen, weil er die Streckenbegrenzungen missachtet hatte.

Das Problem daran war, dass der nächste Fahrer rund sechs Sekunden zurücklag und sich dort eine Vierergruppe bekriegte. Folger ließ sich zuerst nicht zurückfallen, weshalb er eine Ride-Through-Strafe aufgebrummt bekam. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich aber bereits freiwillig einen Platz abgeben, durch die Box musste er dennoch. So kam er über Rang 19 nicht hinaus. Robin Mulhauser wurde 29.

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