Wurz: "Ich möchte weinen"

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Ausfall für Toyota - Wurz: "Ich möchte weinen"

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Alex Wurz war auf Kurs!

Auf Kurs zum dritten Sieg bei den „24 Stunden von Le Mans“. Der Niederösterreicher spulte mit seinen Teamkollegen Stephane Sarrazin und Kazuki Nakajima an der Spitze des Feldes souverän das Programm ab und führte das Feld lange an.

Nach knapp 14 Stunden aber plötzlich Aufregung in der Toyota-Box. Das Auto mit Kazuki Nakajima blieb kurz vor Arnage auf der Strecke liegen. Die Versuche, das Auto wieder in Schwung zu bringen, schlugen fehl. Die Aufgabe war die bitterer Konsequenz.

Wurz "könnte weinen"

"Ich bin am Boden zerstört und möchte weinen", meldet sich Alex Wurz via Twitter zu Wort. "Die 24 Stunden von Le Mans 14 Stunden lang anzuführen, jeden Meter zu pushen ... und dann ein technisches Problem."


"Es ist herzzerreißend. Ich fühle wirklich mit dem Team und allen, die uns unterstützen“, meint Kazuki Nakajima.

"Ich denke, wir sind bis zu diesem Moment ein großartiges Rennen gefahren. Wir waren in Führung und hatten eine großartige Pace. Ich habe schon gedacht, dass wir es in diesem Jahr machen könnten – und dann passierte das. Das ist Le Mans und das ist es, warum wir hierher kommen und uns der Herausforderung stellen. Wir werden es wieder versuchen."

"Bis überraschend ein Problem kam"

Auch für Toyota-Projektleiter John Litjens kam das Aus völlig überraschend: "Das Auto war sehr gut unterwegs. Bis wir dann überraschend ein elektrisches Problem bekamen.“

Der Defekt sei praktisch aus dem Nichts aufgetreten. "Wir haben an den Daten gesehen, dass verschiedene Sensoren ausgefallen sind. Daher wollten wir ihn auch an die Box rufen. Das ist nicht mehr gelungen“, schildert Litjens bei "Eurosport".

Was genau das Aus verursacht hat, wisse man noch nicht: "Das Auto steht im Parc Ferme. Wir werden ihn wohl erst morgen genau untersuchen können.“


"Wir haben gute Arbeit geleistet, aber leider hat es nur zur schnellsten Quali-Runde gereicht", erklärt TMG-Teamdirektor Rob Leupen. Von den Führungsrunden könne man sich letztlich nichts kaufen: "Wir müssen weiter hart arbeiten, um die Standfestigkeit hinzubekommen."

WM-Leader mit schwerem Crash

Nach dem frühen Crash des Autos mit Startnummer 8 wird Toyota weiter auf den Sieg beim Langstrecken-Klassiker warten müssen.

Die WM-Leader konnten das Rennen zwar nach langer Reparatur fortsetzen, werden aber wohl am Ende nicht den Sprung aufs Podest schaffen.

Bringt Toyota ein drittes Auto?

2015 werden die Japaner einen neuen Anlauf auf den Sieg nehmen. Möglicherweise mit einem erweiterten Programm nach dem Vorbild von Audi. "Es ist schon länger unser Wunsch, hier drei Autos an den Start zu bringen“, erklärt Litjens. Damit würde die Chance erhöht, ein Auto ohne Probleme durchzubringen.

"Das ist aber eine Frage des Budgets“, so der Toyota-Konstrukteur. „Es geht da nicht nur um Teile, man braucht ja eine komplette Mannschaft dafür.“

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