Frustrierendes Rennen für Wurz und Toyota

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Zuverlässigkeit schlägt Speed!

Audi kehrt in Bahrain aufs oberste Sieges-Podest zurück. Für Toyota setzt es nach dem Premieren-Sieg in Interlagos diesmal eine Nullnummer.

Wurz-Teamkollege Lapierre kollidiert knapp eine Stunde vor Rennende mit dem Strakka-Boliden und muss aufgeben.

"Dummer Defekt"

Dabei beginnen die "6 Stunden von Bahrain" aus Toyota-Sicht vielversprechend. Alex Wurz, von Platz 3 gestartet, kann bereits in den ersten Runden beide Audis überholen und in der Folge einen deutlichen Vorsprung herausfahren.

Den baut Nicolas Lapierre weiter aus, Toyota führt zwischenzeitlich mit mehr als 30 Sekunden Vorsprung das Feld an.

Bis zur 73. Runde, als Alexander Wurz von der Rennleitung an die Box gerufen wird. Ein"dummer Defekt" (Rennchef Vasselon) kostet die Führung.

Die Beleuchtung der Startnummer macht Probleme. Die Reparatur benötigt mehrere Minuten, der Toyota fällt bis auf Rang 6 zurück.

Aus nach Kollision

Der Sieg ist nach diesem Vorfall außer Reichweite. Lapierre und Wurz machen aber schnell Boden gut und sind wieder auf Podestkurs. 1:20 Stunden vor Rennende ist für Toyota aber Schluss.

Im Verkehr nach der einzigen Safety-Car-Phase kollidiert Lapierre mit John Kane im Strakka-Boliden und muss seinen Wagen abstellen.

"Ich hatte in Kurve elf einen Kontakt mit dem Auto von Strakka. Schwierig zu sagen, wer daran die Schuld trug. Ich bin spät nach innen gezogen, aber er hatte sicherlich die blauen Flaggen bekommen", schildert Lapierre den Vorfall aus seiner Sicht.

"Es ist ein enttäuschendes Ende des Rennens, wir hatten sicherlich die Chance für ein weiteres Podest. Nicht die Position, die wir erhofft hatten. Aber nach dem Vorfall mit der Startnummern-Beleuchtung war es das Maximum, das wir erreichen konnten.“

"Der Speed war da"

Auch Alex Wurz ist nach dem Ausfall die Enttäuschung anzuhören: „Der Speed war da. Es war heute einfacher einer jener Tage im Sportwagen-Rennsport, an denen du lernst, wie schwierig diese Art des Rennfahrens ist.“

Durch den Ausfall kann der Niederösterreicher den Sieg in Brasilien noch mehr schätzen: "Da ist es alles so einfach und problemlos gelaufen.“

Positiv sieht Wurz, "dass sich die ganze Arbeit in den freien Trainings bezahlt gemacht hat. Der Speed war da und das baut auf. Der Rest war einfach Pech. Jetzt schauen wir schon wieder nach Fuji."

Audi souverän

Das Pech von Toyota nützt Audi mit der bekannten Standfestigkeit aus. Dabei haben die Ingolstädter diesmal auch Problem. Beim Wagen mit der Nummer 2 von Kristensen und McNish streikt der rechte Scheinwerfer. Die Front muss mehrmals getauscht werden, durch den Ausfall von Toyota reicht es aber dennoch zu Rang 2.

Vorne weg fahren Benoit Treluyer, Marcel Fässler und Andre Lotterer ihrem dritten Saisonsieg entgegen. Die Le-Mans-Sieger gewinnen letztlich zwei Runden Vorsprung auf Kristensen/McNish und steuern damit dem ersten WM-Titel entgegen.

Das Trio führt vor den letzten beiden Rennen in Japan und China 14,5 Punkte vor Kristensen und McNish.

Vom Toyota-Ausfall profitiert das Strakka-Team: Leventis, Watts und Kane landen als erstes Privat-Team in der FIA WEC auf dem Sieger-Podest.

Pech für Kraihamer

Pech hat auch ein weiterer Österreicher: Dominik Kraihamer scheidet mit seinem Morgan-Nissan bereits nach 14 Runden aus.

Richard Lietz belegt mit Partner Marc Lieb in der GTE Pro-Klasse Rang drei. Das Porsche-Duo muss sich Fisichella/Vilander (Ferrari) und Mücke/Turner (Aston Martin) geschlagen geben.

Weiter geht es am 14. Oktober mit den "6 Stunden von Fuji".

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