Rosberg sichert sich USA-Pole

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Rosberg zeigt Zähne und holt Austin-Pole

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Nico Rosberg startet am Sonntag von der Pole Position in den Formel-1-Grand-Prix der USA.

Der deutsche Mercedes-Pilot erzielte am Samstag im Qualifying auf dem 5,516 km langen Kurs in Austin in 1:36,067 Minuten Bestzeit vor seinem englischen Teamkollegen Lewis Hamilton (+0,376), der die WM-Wertung 17 Punkte vor Rosberg anführt.

Dritter wurde der finnische Williams-Pilot Valtteri Bottas (+0,839).

Nur drei Runden für Vettel

Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel konzentrierte sich dagegen nach dem Tausch seines Renault-Motors wie angekündigt ganz auf die Abstimmung des Renn-Set-Ups und schied nach nur drei Runden auf dem Circuit of The Americas als 17. bereits in der ersten der drei Quali-Sessions aus.

Der Deutsche muss am Sonntag (21.00 Uhr MEZ/live im LAOLA1-Ticker) aus der Boxengasse in den drittletzten WM-Lauf der Saison starten, weil er bereits mit dem sechsten statt der maximal fünf erlaubten Triebwerke in dieser Saison fährt.

Platz fünf für Ricciardo

Daniel Ricciardo (1,177) wurde im zweiten Red-Bull-Boliden unmittelbar hinter dem Brasilianer Felipe Massa (Williams/1,138) Fünfter.

Der Australier hat als WM-Dritter bereits 92 Punkte Rückstand und bei noch maximal 100 möglichen Punkten nur noch eine rechnerische Chance, den Fahrertitel eines Mercedes-Piloten zu verhindern.

Bremsprobleme bei Rosberg

"Ich bin sehr glücklich, alles hat gut funktioniert", lautete der erste Kommentar von Rosberg, der nun bei insgesamt 13 Qualifying-Bestzeiten in seiner Formel-1-Karriere hält.

Hamilton hatte dagegen mit Bremsproblemen zu kämpfen und sprach von teilweise "100 Grad Temperaturunterschied zwischen linker und rechter Vorderbremse".

"Nico wäre aber auch schneller gewesen, wenn ich dieses Problem nicht gehabt hätte", meinte der Brite, der die jüngsten vier Rennen gewann.

"Unglaubliche Runde"

Auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff war dieser Meinung. "Das war eine unglaubliche Runde von Nico", betonte der Wiener, der an ein spannendes Titelduell seiner Piloten bis zum Schluss glaubt.

"Die bleiben sich nichts schuldig. Wenn man vom Momentum des einen spricht, schlägt der andere wieder zurück."

Vor Hamilton hatte im letzten Freien Training am Samstagvormittag auch Rosberg mit Bremsproblemen zu kämpfen gehabt.

Kompliziert

"Die Strecke hier ist sehr kompliziert, weil sich die Bedingungen hier ständig ändern", erklärte Wolff.

Rosberg verwies in diesem Zusammenhang auf die großen Temperaturunterschiede. "Am Morgen war es eiskalt da draußen auf der Strecke, jetzt am Nachmittag warm. Dazu hat sich die Windrichtung immer geändert", sagte der 29-jährige Sohn des finnischen Ex-Weltmeisters Keke Rosberg.

"Platz eins ist natürlich fantastisch, doch was wirklich zählt, ist das Rennen."

Nur 18 Autos am Start

In diesem stehen nach den Insolvenzanträgen der Nachzügler-Teams Marussia und Caterham erstmals seit Monaco 2005 nur 18 Autos am Start.

Es könnten aber sogar noch weniger werden, da ein Rennboykott der kleineren Rennställe Force India, Sauber und Lotus im Raum steht.

Sie wollen damit ihrer Forderung nach einer Neuverteilung der von Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone verwalteten Vermarktungserlöse Nachdruck verleihen.

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