Es war Vettels höfliche Umschreibung für ziemliche Renn-Langweile, denn Zweikämpfe gab es beim Kreisfahren der neuen und vom Benzinverbrauch gedrosselten V6-Kutschen kaum.

Ricciardo erneut der Pechvogel

Auch im Mittelfeld war nicht viel los. Kimi Räikkönens Rennen etwa wurde schon früh durch eine Kollision ruiniert, Fernando Alonso rettete - vor dem Zweistopper Nico Hülkenberg im Force India - wenigstens Platz vier für Ferrari.

Zumindest funktionierte Vettels "Suzie" im Gegensatz zu Australien diesmal relativ problemlos. Teamkollege Ricciardo hingegen fiel wegen technischer Pannen neuerlich um WM-Punkte um.

Der in Australien als Renn-Zweiter wegen zu großem Benzinverbrauch disqualifizierte Australier lag lange auf einem sicheren vierten Platz, als aus der Box die Kunde kam, dass ausgerechnet der heiß umstrittenen Benzinflusssensor in seinem RB10 kaputt sei.

Dann wurde das linke Vorderrad so schlecht fixiert, dass der Australier erneut wechseln musste und zudem eine Zehn-Sekundenstrafe wegen "unsafe release" kassierte.

Als auch noch der Frontflügel beim Ritt über die Kerbs brach und den Reifen aufschlitzte, hatte der junge RB-Neuzugang, der in der Startaufstellung für Bahrain zudem um zehn Plätze nach hinten muss, endgültig genug.

Lauda zieht seine Kappe

Der Jubel blieb an diesem Tag Mercedes und damit den Piloten von Motorsportchef Wolff und Aufsichtsrat Niki Lauda vorbehalten. Sieben Mercedes-Motoren in den Top neun sowie streng genommen der erste Mercedes-Doppelsieg seit 1955 sorgten für Riesenfreude.

"Unglaublich. Ich bin unendlich glücklich und widme diesen Sieg den Opfern der Flugzeugkatastrophe von vor drei Wochen", sagte Sieger Hamilton am Podium.

Einen Tag nach seiner 33. Pole hatte der Weltmeister von 2008 seinen 23. GP-Sieg eingefahren. Es war bei 16 Malaysia-Auflagen der bereits achte Doppelsieg dort.

"Ich bin hoch zufrieden mit beiden Fahrern und dem ganzen Team", zog Lauda seine Kappe. "Gigantisch, was wir heute für ein Auto hatten, um alle wegzuputzen", brachte es Rosberg auf den Punkt.

Vettel ist optimistisch

Dem kommenden GP in Bahrain droht ähnliche Langeweile, sollte Red Bull in der kurzen Zeit bis zum kommenden Sonntag nicht noch ein Schritt nach vorne gelingen.

"Well executed", also "gut ausgeführt" beschrieb nach Hamiltons Zieldurchfahrt der bezeichnende Kommentar aus der Mercedes-Box, worum es derzeit in der computergesteuerten Formel 1 hauptsächlich geht.

Aber es besteht zumindest Hoffnung. "Wir sind noch weit nicht dort, wo wir sein wollen und fordern sie dennoch schon. Die Vorzeichen sind gut", gab sich Vettel zumindest kommender Kämpfe auf der Straße optimistisch.

Position

Fahrer

Team

Gesamtzeit

1.

Lewis Hamilton

Mercedes

1:40:25.974

2.

Nico Rosberg

Mercedes

+17,313

3.

Sebastian Vettel

Red Bull Racing

+24,534

4.

Fernando Alonso

Ferrari

+35,992

5.

Nico Hülkenberg

Force India

+47,199

6.

Jenson Button

McLaren

+1:23,691

7.

Felipe Massa

Williams

+1:26,076

8.

Valtteri Bottas

Williams

+1:25,537

9.

Kevin Magnussen

McLaren

+1 Runde

10.

Daniil Kvyat

Toro Rosso

+1 Runde

11.

Romain Grosjean

Lotus

+1 Runde

12.

Kimi Räikkönen

Ferrari

+1 Runde

13.

Kamui Kobayashi

Caterham

+1 Runde

14.

Marcus Ericsson

Caterham

+2 Runden

15.

Max Chilton

Marussia

+2 Runden

DNF

Daniel Ricciardo

Red Bull Racing

Ausfall: Runde 49

DNF

Esteban Gutierrez

Sauber

Ausfall: Runde 35

DNF

Adrian Sutil

Sauber

Ausfall: Runde 32

DNF

Jean-Eric Vergne

Toro Rosso

Aufall: Runde 18

DNF

Jules Bianchi

Marussia

Ausfall: Runde 8

DNF

Pastor Maldonado

Lotus

Ausfall: Runde 7

DNF

Sergio Perez

Force India

Ausfall: Runde 0

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