Rosberg holt die finale Pole

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Rosberg holt die letzte Pole Position des Jahres

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Nico Rosberg hat am Samstag die Pole Position für den letzten Formel-1-Grand-Prix des Jahres erobert.

Der 29-jährige Deutsche erzielte im Qualifying in Abu Dhabi mit 1:40,480 Minuten Bestzeit vor seinem englischen Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton (+0,386 Sek.), der als WM-Leader mit 17 Punkten Vorsprung auf Rosberg ins letzte Saisonrennen am Sonntag (14.00 Uhr) startet.

Rekord-Pole

Dritter wurde der finnische Williams-Pilot Valtteri Bottas (0,545 Sek.). Für Rosberg ist es die insgesamt 15. Pole Position seiner Karriere, die bereits elfte in dieser Saison. Hamilton genügt am Sonntag jedoch bereits Platz zwei, um zum zweiten Mal nach 2008 Weltmeister in der Motorsport-Königsklasse zu werden.

Mit 18 "Poles" in 19 Rennen egalisierte Mercedes den Formel-1-Rekord von Red Bull aus der Saison 2011, nur beim Österreich-Comeback in Spielberg durchbrachen Williams-Pilot Felipe Massa und Bottas heuer die Qualifying-Dominanz der "Sternenflotte".

"Der Abstand auf Lewis ist natürlich klasse. Die Pole Position ist ein erster kleiner Schritt für das große Ziel, denn alles dreht sich an diesem Wochenende um die Meisterschaft", betonte Rosberg, nach seiner dritten "Pole" en suite.

"Aber eigentlich habe ich gehofft, dass Valtteri noch zwischen uns steht", verwies der Sohn des finnischen Ex-Weltmeisters Keke Rosberg (1982 mit Williams) auf die Tatsache, dass er Schützenhilfe am Sonntag braucht, um erstmals Formel-1-Champion zu werden.

Mercedes scheint außer Reichweite

"Ich muss wie in Brasilien keine Fehler machen und gewinnen. Aber ich muss auch hoffen, dass mir wer hilft. Ich habe Valtteri schon angeboten, dass ich ihm heute einen Wellness-Abend bezahle, damit er morgen in Topform ist und vor Lewis Zweiter werden kann", scherzte Rosberg.

Bottas lachte herzlich, gestand allerdings: "Mercedes ist im Rennen für uns normalerweise außer Reichweite. Unser Hauptziel ist es, vor Ferrari und Red Bull zu bleiben."

Hamilton erklärte hingegen, dass er nicht seinen besten Tag hatte. "Ich habe heute im Qualifying nicht meine beste Runden geschafft, obwohl das Auto fantastisch war", lautete der selbstkritische Kommentar des Briten.

Vettel frustriert

Rosberg hofft, dass dieses Formtief am Sonntag seine Fortsetzung findet. "Vielleicht hat er heute Nerven gezeigt, und vielleicht zieht sich das durch bis morgen. Er hat ja schon zuletzt in Brasilien einen Fehler gemacht", erinnerte der WM-Jäger an den Dreher von Hamilton in Sao Paulo.

Für den entthronten Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel endete sein letztes Qualifying im Red Bull unmittelbar hinter seinem australischen Teamkollegen Daniel Ricciardo auf Platz sechs. "Es überwiegt der Frust", betonte der 27-jährige Deutsche, der ab dem kommenden Jahr für Ferrari fahren wird.

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