McLaren hängt Red Bull ab, Vettel crasht

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Weltmeister Sebastian Vettel ist am Freitag alles andere als optimal in das Rennwochenende in Abu Dhabi gestartet.

Der Champion rutschte im freien Training am Abend in die Streckenbegrenzung, verlor dadurch wertvolle Trainingszeit.

Mit Ferrari-Star Fernando Alonso wurde dieselbe Kurve sogar noch einem weiteren Doppel-Weltmeister zum Verhängnis.

Schnellster war Lewis Hamilton vor seinem McLaren-Teamkollegen Jenson Button.

McLaren schneller als Red Bull

McLaren gab auf dem Yas Marina Circuit, auf dem Red-Bull-Pilot Vettel bisher beide ausgetragenen Grand Prix gewonnen und im Vorjahr seinen ersten WM-Titel perfekt gemacht hat, vorerst klar den Ton an.

Button war nach der ersten Einheit in 1:40,263 Minuten voran, Hamilton drückte die Bestzeit in der zweiten Session auf 1:39,586 Minuten. "Es war ein großartiger Tag für uns", versicherte der Trainingsschnellste. "Sie sind sehr stark", gestand Vettel.

Im Training lag auch noch Ferrari vor Red Bull. Alonso und Felipe Massa landeten auf den Plätzen drei und vier, Vettel kam unmittelbar hinter seinem Teamkollegen Mark Webber nicht über Rang sechs hinaus. 0,546 Sekunden verlor der 24-jährige Deutsche auf Hamilton.

Beim Anbremsen weggerutscht

Sein Unfall etwas mehr als 35 Minuten vor Schluss kostete ihn rund eine halbe Stunde. Alonso flog wenig später ab, der Schaden am Heck seines Ferrari war sogar noch etwas größer.

"Man probiert, möglichst viel rauszuholen. Ich war zu weit außen beim Anbremsen", schilderte Vettel. "Das war ein bisschen zu frech." Noch an Ort und Stelle beobachtete der WM-Dominator für einige Minuten das Geschehen, ehe er kurz vor Trainingsende noch einmal auf die Strecke ging.

"Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir noch einmal fahren können", erklärte Vettel. "Wir sind ein bisschen hinter der Spitze, aber alles in allem dabei."

Rekord-Jagd am Samstag

Der Red-Bull-Star hat damit am Samstag im Qualifying (14 Uhr) die Chance, den Pole-Position-Rekord von Nigel Mansell einzustellen. Der Brite war 1992 14-mal vom ersten Startplatz aus ins Rennen gegangen, Vettel ist in 17 Saisonrennen bisher 13-mal auf Pole gestanden.

Über derartige Rekorde spricht er nicht gerne. Gewinnt Vettel aber auch in Abu Dhabi, könnte er beim Finale in Brasilien mit seinem 13. Saisonsieg sogar die Bestmarke von Michael Schumacher aus dem Jahr 2004 erreichen.

Schumacher machte in den Emiraten erneut einen starken Eindruck, klassierte sich als erster Pilot hinter den drei Topteams auf Rang sieben. Zwei Rennen vor Schluss fehlen dem Rekordweltmeister lediglich fünf WM-Punkte auf seinen Mercedes-Teamkollegen Nico Rosberg.

In der Endabrechnung des Vorjahres verlor der deutsche Altmeister noch 70 Zähler auf seinen Landsmann. "Natürlich haben wir unsere Limits, in denen wir arbeiten. Aber wir haben maximiert, was uns zur Verfügung steht", meinte Schumacher.

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