Button überrascht im Spa-Qualifying

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Jenson Button startet am Sonntag (ab 14.00 Uhr) nach mehr als drei Jahren wieder einmal von der Pole Position.

Der englische McLaren-Pilot markierte am Samstagnachmittag in Spa-Francorchamps mit 1:47,573 Minuten überlegene Qualifying-Bestzeit für den Belgien-GP.

Dahinter folgten überraschend der Japaner Kamui Kobayashi (Sauber/+0,298 Sek.) und Pastor Maldonado aus Venezuela (Williams/+0,320) auf den Plätzen zwei und drei.

Alonso und Vettel zurück

Der spanische WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (+0,740) wurde im Ferrari zwar nur Sechster, war aber trotzdem der beste Toppilot abgesehen von Button, der am 23. Mai 2009 in Monaco zuletzt eine Pole erobert hatte.

Doppel-Weltmeister Sebastian Vettel verpasste nämlich ebenso wie sein deutscher Landsmann Michael Schumacher den dritten und letzten Quali-Abschnitt und musste sich mit Rang elf begnügen.

Der 25-Jährige startet jedoch von Platz zehn in den zwölften WM-Lauf der Saison, da sein siebentplatzierter Red-Bull-Teamkollege Mark Webber nach einem Getriebewechsel fünf Positionen einbüßt.

Schumacher: "Sind zu langsam"

Rekordchampion Schumacher, der am Sonntag seinen 300. Grand Prix fährt, landete im Mercedes auf Rang 13. "Wir sind zu langsam. Es tut natürlich weh, wenn man um eine Hundertstel zu langsam ist", meinte Vettel angesichts der Tatsache, dass ihm am Ende exakt zwölf Tausendstel auf den Sprung in Q3 fehlten.

Button freute sich indes riesig. "Das ist ein wunderschönes Gefühl. Es ist ganz schön lange her, dass ich meine letzte Pole hatte, das war 2009 in Monaco. Das ist deshalb heute ein sehr emotionaler Moment und wie ein Sieg für mich", betonte der 32-Jährige, der damit in seinem 50. GP-Einsatz für McLaren endlich seine erste Quali-Bestzeit für das Traditionsteam holte. "Es war wichtig, nach der Sommerpause mit so einem Resultat zurückzukommen."

Als Schlüssel für die erst achte Pole seiner Karriere bezeichnete Button, dass er im letzten Freien Training vor dem Qualifying die "richtige Balance gefunden" hatte.

"Anscheinend ist mein Fahrstil so, dass es schwer ist, für das Qualifying die richtige Auto-Abstimmung zu finden", meinte der Weltmeister von 2009 (damals mit BrawnGP) mit einem breiten Lächeln.

Deutsche Piloten enttäuschen

Neben Vettel gab es auch für alle anderen deutschen Piloten, die noch schlechter als der amtierende Champion abschnitten, nichts zu lachen. "Die deutschen Hoffnungen sind hier ins Wasser gefallen - im wahrsten Wortsinn", lautete der treffende Kommentar von Schumacher mit Verweis auf das schlechteste deutsche Quali-Abschneiden seit sechs Jahren und auf den total verregneten Freitag, an dem keinerlei Erkenntnisse für das Rennwochenende gesammelt werden konnten.

Erst am trockenen Samstag waren rennmäßige Runden auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke in den Ardennen möglich. Bezüglich seiner eigenen Leistung überraschte Schumacher mit folgenden Worten: "Ich war mit meiner Runde in Q2 eigentlich sogar sehr zufrieden, denn mehr war nicht drin. Ich habe alles rausgequetscht. Da wir aber nach der Sommerpause noch keine besonderen Updates beim Auto gemacht haben, ist das leider derzeit das Optimum für uns."

Sauber überrascht positiv

Sein Teamkollege Nico Rosberg muss nach Platz 18 und Getriebewechsel sogar vom vorletzten Rang ins Rennen gehen.

Im Gegensatz zu den Deutschen hatte Kobayashi nach der bisher besten Startposition seiner F1-Position allen Grund zum Feiern. Die österreichische Sauber-Geschäftsführerin Monisha Kaltenborn hoffte, dass er diese Position auch am Sonntag wird halten können.

"Es ist ein fantastisches Gefühl. Wir sind froh, dass wir diese Runde zusammengebracht haben und diese optimale Ausgangsposition haben. Wir sind fürs Rennen gut aufgestellt", betonte Kaltenborn.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner sprach von einer "außergewöhnlichen Startaufstellung". Der Engländer ließ aber trotz der schwachen Quali-Performance sogleich eine Kampfansage fürs Rennen folgen: "Wir haben Reserven und werden morgen das Beste herausholen."

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