Das ist Indiens F1-Track

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Das ist die neue F1-Strecke in Indien

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Die Formel 1 betritt am Freitag (1. Training um 6:30 Uhr) wieder einmal Neuland.

Die Formel-1-Piloten kennen den Kurs bereits aus ausgiebigen Fahrten am Simulator. Vor Ort sieht die Welt dennoch oftmals anders aus.

Das sagen die Stars über die neue Strecke, das Land und die Leute:

Sebastian Vettel: "Die Strecke ist eine Kombination aus langsamen Kurven und Hochgeschwinidgkeits-Geraden, die ineinander übergehen. Der Höhenunterschied des Kurses ist extrem, ähnlich wie in Spa oder Istanbul. Wir rechnen damit, die zweithöchste Durchschnitts-Geschwindigkeit nach Monza zu erreichen. Es könnte bis 235 km/h gehen und dadurch sollte es einige gute Überholmöglichkeiten geben."

Mark Webber: "Wir haben am Simulator gute Arbeit erledigt. Aber was Dinge wie Kerbs oder kleine Details angeht, müssen wir uns erst vor Ort ein Bild machen. Ich würde sagen, wir kennen die Strecke zu 85 Prozent."

Jenson Button: "Die Strecke hat einen netten Mix zu bieten: Es gibt zu Beginn lange Geraden gepaart mit Haarnadeln. Gegen Ende der Runde wird es interessanter: Dort gibt es einige Hochgeschwindigkeits-Kurven und größere Radien."

Am "Buddh International Circuit" in der Nähe von Delhi findet der erste Grand Prix von Indien statt.

LAOLA1 hat die wichtigsten Facts zur neuen F1-Strecke zusammengetragen:

  • Konstruiert wurde der Kurs in der Nähe der indischen Hauptstadt Delhi vom Deutschen Hermann Tilke.

  • Vergleichbar ist er mit einer Länge von 5,137 Kilometern und 16 Kurven in etwa mit dem Nürburgring. Die durchschnittliche Rundenzeit im Rennen soll bei etwa 1:27 Minuten liegen, was etwas schneller als auf dem deutschen Pendant wäre. Wie in Deutschland werden auch beim Indien-GP 60 Runden gefahren.

  • Die längste der drei Geraden weist eine Länge von 1.060 Metern auf, dort werden die Piloten auch den Top-Speed von etwa 318 km/h erreichen.

  • Der Vollgas-Anteil beträgt 56 Prozent, DRS wird im Training und Qualifying für ca. 62 Prozent in Benutzung sein (in etwa ein Wert wie in Spa).

  • 110.000 Plätze stehen für die Indien-Premiere der Formel 1 zur Verfügung. Diese sollen in den nächsten Jahren auf 200.000 aufgestockt werden.

  • Wie in Korea soll rund um die Strecke noch Infrastruktur entstehen. Geplant ist die "Jaypee Greens Sports City". Dort sollen auf rund zehn Quadratkilometern etwa ein 18-Loch-Golf-Kurs, ein Cricket-Stadion für 100.000 Zuseher und ein Hockey-Stadion für 25.000 Personen entstehen.

  • Insgesamt verschlang der Bau der Rennstrecke bisher fast 300 Millionen Euro.

Michael Schumacher: "Es ist unser erstes Rennen in Indien, einem Land, das sehr faszinierend sein soll. Ich freue mich darauf, die Kultur dort kennen zu lernen und natürlich auch die Strecke zum ersten Mal zu sehen. Ich war immer ein Befürworter von neuen Rennstrecken und mag die Herausforderung, mich an diese neuen Strecken anzupassen."

Kamui Kobayashi: "Natürlich kenne ich die Strecke noch nicht. Vielleicht werde ich sie ablaufen, wobei ich das generell nicht als sehr hilfreich betrachte. Denn das Tempo, mit dem du da später im Formel-1-Rennwagen entlang fährst, ändert einfach alles."

Michael Höller

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