Streithähne sorgen für Eklat

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Hamilton und Massa sorgen für Eklat

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In der Formel 1 können doch noch andere Fahrer als Sebastian Vettel für Schlagzeilen sorgen. Allerdings nur für negative.

Nach dem Singapur-GP fielen zwei Streithähne durch einen Eklat auf: Felipe Massa und Lewis Hamilton gerieten sich im Pressebereich in die Haare.

Der Brasilianer soll während eines Interviews auf den Briten zugekommen sein und ihm verhöhnend und mit einem sarkastischen "Gute Arbeit!" auf die Schulter geklopft haben.

Britische Journalisten berichteten auf Twitter sogar von kleineren Handgreiflichkeiten zwischen den beiden. Hamilton soll daraufhin wutentbrannt die Interview-Zone verlassen haben.

Jeden Tag ein Zwischenfall

Doch was war passiert? Die beiden hatten im Laufe des GP-Wochenendes mehrfach unsanften Kontakt auf der Strecke. Im Qualifying schnitt Hamilton Massa in der Out-Lap. Hätte Massa nicht zurückgesteckt, wäre es wohl schon am Samstag zur Kollision gekommen.

Im Rennen war es dann aber nach zwölf Runden so weit: In einer Rechtskurve wollte Hamilton im Duell mit Massa partout nicht zurückstecken, riss sich die linke Seite seines Frontflügels ab und bescherte seinem brasilianischen Kontrahenten einen Plattfuß.

"Kann Hirn nicht einschalten"

Nach dem Rennen pöbelte Massa gegen seinen Erzrivalen: „Wie ich schon gestern gesagt habe, er kann sein Hirn einfach nicht einschalten.“

"Er ist mir bei 200 km/h auf der Geraden hinten gegen das Rad gefahren und dadurch hatte ich einen Plattfuß. Er hätte einen großen Unfall verursachen können", tobte der Ferraristi im Paddock.

Massa unterstellte seinem Widersacher zudem eine gewisse "Lernresistenz". "Er versteht es nicht, obwohl er für ein Problem bezahlt", meinte der Brasilianer im Hinblick auf die gegen Hamilton ausgesprochene Durchfahrts-Strafe.

Massa verteidigt Strafen

"Es ist wichtig, dass die FIA sich seine Manöver ansieht und ihn auch bestraft, denn er denkt scheinbar nicht darüber nach", beschloss Massa seine Brandrede.

Tatsächlich fasste heuer kein Fahrer mehr Strafen aus als Hamilton: Der Brite hält bereits bei fünf Durchfahrts- bzw. nachträglichen Zeitstrafen. Eine Stellungnahme von Hamilton zu dem Massa-Vorfall steht noch aus.

Die Feindschaft zwischen Massa und Hamilton hat Tradition: 2008 kämpften die beiden Piloten um den WM-Titel und kamen sich vor allem im letzten Saisondrittel mehrfach auf der Strecke in die Quere.

Michael Höller

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