Zwischen Vorfreude & Aufholjagd

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Der Grazer kann sich noch gut daran erinnern, als Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz im Vorjahr auf eigene Faust die Formel 1 zurück in die Obersteiermark holte.

"Je mehr Ecclestone und er eine Rückkehr dementiert haben, umso klarer wurde mir, dass da etwas läuft. Mir kamen dann sofort Gedanken an 1970. Damals fand der erste Grand Prix statt, ein unheimliches Ereignis. Die Massen sind an den Ring geströmt, Würstel und Getränke sind ausgegangen. Es war eine Aufbruchsstimmung, ich würde fast sagen eine Nachkriegsaufbruchsstimmung in der Obersteiermark", kommt Marko ins Schwärmen.

"Ich dachte, wenn uns etwas Ähnliches gelingen würde, wäre das toll. Wenn man an die Kartenverkäufe denkt und gesehen hat, dass innerhalb von 36 Stunden alle Tickets weg waren, war klar, dass hier etwas Großes entsteht."

Coulthard denkt an Partys und Lederhosen

Aus nächster Nähe hat dies auch David Coulthard beobachten können. Der ehemalige Formel-1-Pilot ist heute für die BBC als Experte aktiv und kennt den Red Bull Ring mittlerweile wie seine eigene Westentasche.

"Ich bin sehr oft für Servus TV dort und biete Fahrtrainings an. Es war beeindruckend zu beobachten, wie die Bauvorhaben vorangehen. Es gab im Winter nicht viel Schnee, das machte die Sache für die Verantwortlichen leichter", meint der Brite, der sich gerne an seine Auftritte am früheren A1-Ring zurückerinnert.

2001 stand er als Sieger am Podium, vier weitere Male als Zweitplatzierter. "Als wir zum ersten Mal in Spielberg waren, wurden wir sehr traditionell österreichisch empfangen und jeder Fahrer hat eine Lederhose geschenkt bekommen", wusste Coulthard die Gastfreundschaft zu schätzen. "Das wird auf jeden Fall in der neuen Ära auch so sein. Es ist eine tolle Strecke und auch ein guter Ort, um richtig Party zu machen. Für die Fahrer ist also alles dabei."

Die Vorzüge des Red Bull Rings liegen seiner Meinung nach im Gelände. "Jede Strecke, bei der es auf und ab geht, ist um einiges unterhaltsamer als komplett flache Kurse. Es fühlt sich als Fahrer so an wie in einer Achterbahn. Es gibt zwar nicht viele Kurven, aber diese sind durchaus herausfordernd. Es gab immer gutes Racing dort", erwartet sich der 43-Jährige einen spannenden Grand Prix.

Einen Siegertipp will er noch nicht abgeben, das aktuelle Weltmeisterteam unterschätzt er aber, trotz aktueller Probleme, keinesfalls: "Helmut wird das machen, er gewinnt ohnehin alles." 

 

Andreas Terler

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