Vettel will aufs Monza-Podium

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Ferrari hofft auf "zusätzliche PS" dank Fans

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Die Formel 1 scheint auf ein Duell der Doppel-Weltmeister Fernando Alonso (Ferrari) und Sebastian Vettel (Red Bull) zuzusteuern.

Den Spanier und den Deutschen trennen vor dem Grand Prix von Italien am Sonntag in Monza lediglich 24 Punkte, Alonso und Vettel haben bei der Hochgeschwindigkeitsjagd durch den "Königlichen Park" bisher jeweils zweimal triumphiert.

Vettel hat aufgeschlossen

"Ein Sieg in Monza ist ein unvergessliches Erlebnis", sagte Vorjahresgewinner Vettel.

"Monza ist das schönste Podium der Welt. Man wird überwältigt von der Masse der Tifosi, die auf die Strecke stürmen und die Fahnen schwenken. Das ist einfach unglaublich", meinte der Red-Bull-Pilot.

Der Weltmeister 2010 und 2011 ist erleichtert, dass er in der WM wieder halbwegs zu Alonso aufgeschlossen hat. "Natürlich war es unser Ziel nach der Sommerpause, die Lücke zu Fernando weiter zu schließen, was passiert ist, aber in dieser Saison liegen die Teams alle so nah beieinander. Theorien sind schön und gut, aber am Ende zählt es auf dem Platz."

Button dreimal Zweiter

Jenson Button (McLaren) hat am vergangenen Sonntag in Belgien gewonnen. In Monza war der Brite zuletzt gleich dreimal in Serie Zweiter.

Ganz kann Button die Ansicht Vettels vom "schönsten Podium der Welt" nicht teilen.

"Wenn kein Ferrari-Pilot gewinnt, dann gibt es Buhrufe. Das gefällt mir nicht, das kenne ich normalerweise nur vom Fußball", erklärte Button vor dem großen Ferrari-Heimrennen.

"Fans bringen zusätzliche PS"

"Die Ferrari-Fans kommen, um einen Ferrari-Piloten siegen zu sehen. Sie kommen nicht, um mich siegen zu sehen. Monza ist in dieser Hinsicht etwas anders", weiß Button.

Deshalb würde logischerweise ein Sieg von Alonso in Monza die größten Begeisterungsstürme auslösen.

"Es werden wieder so viele Ferrari-Fans ins Autodromo strömen. Ich bin mir sicher, dass uns diese Unterstützung zusätzliche Energie und zusätzliche PS bringen wird. Je mehr, umso besser", sagte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali voller Vorfreude.

Erstmals Chinese in Formel 1

Auch Alonso rechnet sich gute Chancen aus. "Traditionell sind die Roten hier immer stark. Ich hoffe auf ein nettes Wochenende und dass wir unseren Fans Freude bereiten können, indem wir unseren Vorsprung wieder etwas ausbauen", sagte der Spanier, der in Spa einen Horrorcrash unverletzt überstanden hat.

Unfallverursacher Romain Grosjean wurde für ein Rennen gesperrt und wird durch Lotus-Testfahrer Jerome D'Ambrosio ersetzt. Bereits im freien Training am Freitag wird erstmals ein Chinese einen Formel-1-Boliden im Rahmen eines GP-Wochenendes steuern.

Ma Qing Hua absolviert im HRT anstelle von Narain Karthikeyan die Trainingsrunden der Vormittagssession.

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