Die Unruhe vor dem Sturm

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F1-Fans machen den Auftakt zum Feier-Tag

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"Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr!", kracht es viel zu laut aus viel zu kleinen Boxen.

Der Wahnsinn hat begonnen.

Tausende Fans bahnten sich bereits am Donnerstag ihren Weg auf den Red Bull Ring nach Spielberg.

Oder sie versuchten es zumindest. Mit einem Verkehrschaos war zu rechnen - dass es allerdings so massiv ausfiel, hätte wohl kaum jemand gedacht.

Bis in die Abendstunden schlängelte sich die Autokarawane in Richtung der zahlreich vorhandenen Campingplätze. Ein Fest für Anrainer, welche die Gunst der Stunde nutzten und mit Getränken Geschäfte machten.

Das Wahrzeichen macht Eindruck

Jene PS-Aficionados, die sich bereits eingerichtet haben, machen sich lautstark bemerkbar. Schlager von Helene Fischer, Andreas Gabalier und weitere Partyhits bohren sich erbarmungslos in die Gehörgänge. Inmitten von Campingsesseln, Dosenbier und Bratwurstgeruch herrscht Festivalfeeling pur.

Doch ist Spielberg für die Formel 1 gerüstet? Angesichts des Verkehrsaufkommens scheinen Zweifel aufzukommen, doch diese verflüchtigen sich wieder, sobald man am Rennstrecken-Gelände angekommen ist.

Der wuchtige voestalpine-wing sah schon im Entwurf mächtig aus - und er ist es auch. Vom darin errichteten Mediencenter erhält man einen fantastischen Blick auf die Strecke.

Es wird ein Verlustgeschäft

Die internationale Presse - sofern sie schon den Stau überwunden hat - zeigt sich - wie generell vom Formel-1-Ambiente in der Steiermark - begeistert von ihrer Arbeitsstätte.

Diese hat sich Dietrich Mateschitz auch einiges kosten lassen, wie überhaupt der gesamte Umbau des Red Bull Rings unter dem Strich ein Verlustgeschäft bedeuten wird.

"Es war anfangs Hoffnung da, dass es eine schwarze Null wird aber mit all den Zusatzbauten, die getätigt wurden, beispielsweise das neue Pressezentrum, dieser heckflügelartige Komplex vom Architekt Domenig, und diversen anderen Infrasturkturverbesserungen, wird sich die schwarze Null nicht ausgehen", meinte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko.

Massenandrang beim Pit-Lane-Walk

Der Begeisterung vor Ort tut das aber keinen Abbruch. Über Geld muss sich der Red-Bull-Eigentümer ohnehin selten Gedanken machen.

Beim traditionellen Pit-Lane-Walk konnten sich auch die Fahrer von der Begeisterung der Fans überzeugen.

"Ich habe schon lange nicht mehr so etwas gesehen an einem Donnerstag. Es ist alles voll. Sogar am Flughafen haben uns schon so viele Menschen erwartet", war WM-Leader Nico Rosberg vom österreichischen Publikum schwer beeindruckt.

Nach mehreren Medienterminen wird es für die Fahrer am Freitag beim ersten Training um zehn Uhr zum ersten Mal ernst.

Bleibt nur zu hoffen, dass auch alle samt Crew rechtzeitig eintreffen. Dann steht einem spektakulären Wochenende nichts mehr im Wege.

 

Andreas Terler

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