Renault erwartet für 2014 keine großen Schritte

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Auch beim Autobauer und Formel-1-Motorenlieferant Renault hat der Sieg von Daniel Ricciardo in Kanada für Freude und Erleichterung gesorgt.

Die Erwartungen, mit Red Bull bald weitere WM-Erfolge feiern zu können, hält sich bei den Franzosen aber in Grenzen. "Wir werden heuer nur noch kleine Schritte machen", erklärte Motorenchef Remi Taffin in Spielberg.

Keine großen Schritte

Dort macht sich Gastgeber Red Bull beim Heimspiel große Hoffnungen, an Kanada anschließen zu können.

Erwartungen, die vorerst aber nicht erfüllt wurden. Selbst das neue Benzin, das am Wochenende auch in den Bullentanks sein wird, wird für keine großen Sprünge sorgen. Das machte Taffin in Spielberg klar.

Weiterentwicklungen in 10-PS-Schritten werde es nicht geben. "Lediglich einige PS mehr", so der Franzose. "Gegenüber Kanada wird sich nicht viel verändern."

Red Bull will nach Spielberg Antworten

Weltmeister Red Bull Racing hat sich mit dem Rennen auf der Heimstrecke eine Deadline gesetzt.

"Danach wollen wir wissen, ob der Rückstand auf Mercedes heuer noch aufholbar ist", hatte Motorsport-Berater Helmut Marko mehrmals betont und Renault immer wieder in die Pflicht genommen.

Der Motorenpartner hatte die Neuentwicklung der 2014er-Hybrid-Antriebsstränge etwas verschlafen.

Leistungs-Minus gegen Mercedes

Die Renault-Power-Trains liefern deshalb trotz mittlerweile großer Entwicklungsschritte immer noch deutlich weniger Leistung als jene von Mercedes.

Mit dem Ergebnis, dass die "Silbernen" sechs von sieben Saisonrennen gewonnen und dabei fünf Doppelsiege gefeiert haben.

In der Konstrukteurswertung ist man zwar Zweiter, Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel liegt in der WM aber nur auf Platz fünf.

Zuletzt bekräftigte Teamchef Christian Horner aber, dass man 2015 weiter mit Renault fahren werde.

"Können nur feintunen"

Taffin gab sich diesbezüglich aber auch in Spielberg relativ gelassen.

"Was sollen wir tun? Die Hardware darf nicht verändert werden", glaubt der Franzose nicht, dass man 2014 noch große Sprünge machen kann.

"Nur bei der Software, dem Öl und dem Benzin können wir feintunen. Und hier tun wir alles, um das Maximum und die bestmögliche Haltbarkeit zu erreichen", versprach Taffin den vier Renault-Teams Red Bull, Toro Rosso, Lotus und Caterham.

"Wir waren viel zu spät dran"

In einer Beziehung hat man bei Renault aber gelernt. "Wir waren einfach viel zu spät dran", gestand Taffin offen den Kardinalfehler aus dem Vorjahr ein.

Deshalb arbeite man nun bereits intensiv am Antriebsstrang für 2015. Sogar an 2016 denke man bereits, versicherte Taffin.

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