Es gilt das Prinzip Hoffnung

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Renault im Moment drei Wochen hinter dem Zeitplan

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Es schwebt ein großes Fragezeichen über Red Bull Racing.

Nach dem völlig verpatzten Test-Auftakt in Jerez mit nur wenig gefahrenen Runden kommen bereits vor Saisonbeginn ernsthafte Zweifel an der Konkurrenzfähigkeit des Weltmeister-Teams auf.

Jüngst hat Ex-Teamchef Giancarlo Minardi für Unruhe gesorgt. Der 66-Jährige meint, dass die Probleme mit Renault gravierender seien als sie bisher kommuniziert wurden und behauptet,  dass man sich bei Red Bull bereits nach einem neuen Motorenpartner für 2015 umschaue.

Marko: "Verfallen nicht in Panik"

Das will man beim französischen Hersteller aber nicht bestätigen. "Ich weiß davon nichts. Im Moment arbeiten wir sehr eng mit Red Bull zusammen, wir haben sogar einige ihrer Ingenieure hier in unserer Fabrik, die an der Integration der Antriebseinheit arbeiten", sagt Remi Taffin, Chefingenieur bei Renault, zur "Sport Bild".

Auch Motorsportchef Helmut Marko will von einem Motoren-Wechsel derzeit nichts wissen. "Wir haben einen längerfristigen Vertrag mit Renault, der natürlich an Performance gebunden ist. Trotzdem werden wir gemeinsam erst einmal die aktuellen Probleme lösen und auf keinen Fall in Panik verfallen", so der Grazer.

Zusammenspiel der Teile passt nicht

Nicht leugnen lasse sich derzeit aber, dass Renault im Moment "drei Wochen hinter dem Zeitplan und damit vier Testtage hinter den anderen Motorenherstellern" zurückliege, wie Taffin erklärt. "Jetzt wird es wichtig, dass unsere Teams zum Fahren kommen", sagt der Franzose.

Die Probleme liegen derzeit vor allem im Zusammenspiel der Einzelteile. "Es ist nicht so, dass wir massive Zuverlässigkeitsprobleme haben. Jedes Teil für sich arbeitet gut, aber sie haben bislang noch keine gemeinsame Sprache gesprochen", erklärt Taffin.

Die Hoffnung ruht auf den Testtagen in Bahrain. Von 19. bis 22. Februar beziehungsweise von 27. Februar bis 2. März sollen im Wüstenstaat den Worten Taten folgen.

Vettel von Mercedes beeindruckt

"Ich hoffe nun, dass es in Bahrain besser wird und ich das Auto nicht nur um den Kurs tragen, sondern auch mal richtig Gas geben kann", formuliert es Sebastian Vettel.

Für den Heppenheimer hat bislang ganz klar den Mercedes den stärksten Eindruck hinterlassen.

"Alle Mercedes-angetriebenen Autos wirkten in Jerez sehr stark. Das hat mich aber nicht überrascht, weil ja schon im Vorfeld bekannt war, wie viel Zeit und Arbeit Mercedes in den neuen Antriebsstrang investiert hat."

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