Vettel nach ersten Trainings auf gutem Weg

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Red Bull ist am Wochenende in Ungarn das Team, das es zu schlagen gilt.

Das haben Weltmeister Sebastian Vettel und Teamkollege Mark Webber am Freitag bereits in den freien Trainings unterstrichen. Vettel war in beiden Sessions vor Webber der Schnellste. Lotus und Ferrari scheinen vor dem Hitzerennen aber in Schlagdistanz zu liegen.

Vettel hat noch nie in Ungarn gewonnen, das will er am Sonntag (14.00 Uhr) ändern. "Das Auto scheint gut zu funktionieren, sowohl mit wenig als auch mit viel Benzin", versicherte der 26-jährige Deutsche.

Red Bull kommt mit neuen Reifen gut zurecht

"Es schaut gut aus. Wir haben ein schnelles Auto, das auch zur Strecke passt. Die Trainings waren sehr gut für uns beide."

Eine Ausfahrt musste Vettel allerdings vorzeitig abbrechen, weil die Bremse bei 31 Grad Lufttemperatur zu heiß geworden war - ein Vorgeschmack auf das Wochenende, an dem das Thermometer noch einmal um fünf Grad nach oben klettern soll.

Die neuen Reifen hingegen, aus Sicherheitsgründen ab Ungarn der Struktur von 2012 nachempfunden, haben die Hierarchie in der Königsklasse bisher nicht auf den Kopf gestellt.

Die Bullen scheinen mit dem neuen Pirelli-Produkt gut zurechtzukommen. "Wir sind auf jeden Fall vorne dabei", meinte Motorsportchef Helmut Marko. Der Franzose Romain Grosjean kam als Trainingsdritter im Lotus am nächsten heran.

Qualifying in Ungarn besonders wichtig

Auch Vettel erster WM-Verfolger, Ferrari-Star Fernando Alonso, lag noch innerhalb von zwei Zehnteln. Im Qualifying gelten wie immer die Mercedes von Lewis Hamilton (6.) und Nico Rosberg (7.) als heiße Kandidaten.

Der Kampf gegen die Uhr am Samstag ist in Budapest wichtiger als auf anderen Strecken. "Du musst vorne stehen, denn der Kurs ist der mit dem größten Überholverbot", erklärte Marko. Tatsächlich war das Überholen ohne die technischen Hilfsmittel KERS und DRS auf dem Hungaroring früher fast gar nicht möglich.

"Auch jetzt ist es noch wahnsinnig schwierig", sagte Marko. "Daher braucht man ein gutes Qualifying. Im Rennen muss man dann gut mit den Reifen umgehen."

Neue Sicherheitsbestimmungen in Kraft

Das tut der Lotus von Kimi Räikkönen, daher gilt der "Iceman" am Sonntag in der Gluthitze auch als Geheimfavorit. Im Training musste er sich 0,747 Sekunden hinter Vettel mit Platz acht begnügen.

Auf den Seitenflächen der Heckflügel fuhr Räikkönen wie Grosjean mit galizischen Flaggen, um an das schwere Zugunglück in Santiago de Compostela zu erinnern. Teambesitzer Gerard Lopez stammt aus Galizien.

Keine Probleme bereiteten die neuen Sicherheitsbestimmungen. Nachdem ein loses Rad von Webbers Auto in Deutschland einen Kameramann verletzt hatte, darf in der Boxengasse nur noch mit 80 statt bisher 100 km/h gefahren werden.

Zudem müssen alle mit den Autos befassten Teammitglieder Helme tragen. Medienvertreter, vor allem zugelassene TV-Teams und Fotografen, dürfen sich in der Box nicht mehr frei bewegen.

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