Ferrari stichelt gegen Red Bull, Boullier ist sauer

Aufmacherbild
 

Ferrari hat im Reifenstreit seinen gefürchteten Pferdeflüsterer zu Wort kommen lassen und indirekt Rivale Red Bull attackiert.

"Es sind schwere Zeiten für Leute mit schlechtem Erinnerungsvermögen", schrieb der Formel-1-Rennstall in einer Kolumne auf seiner Homepage.

Indirekte, aber klare Kritik

In keiner Zeile erwähnte der sogenannte "Horse Whisperer" zwar Titelverteidiger Red Bull oder Weltmeister und Spitzenreiter Sebastian Vettel: Dennoch war klar, an wessen Adresse die bissigen Kommentare gerichtet waren.

Vor allem von Red Bull war zuletzt die Kritik an den Reifen und den vielen Boxenstopps groß.

Vettel hatte beim Großen Preis von Spanien viermal seine Pirelli-Pneus wechseln müssen und als Vierter das Podest verpasst. Den Sieg hatte - ebenfalls mit vier Stopps - Ferrari-Pilot Fernando Alonso gefeiert.

Ferrari erinnerte nun - auch hier ohne explizit Namen zu nennen - daran, dass vor zwei Jahren beim Spanien- und Türkei-Rennen fünf der sechs Podiumsfahrer ebenfalls viermal an der Box gewesen waren - beide Grand Prix hatte Vettel gewonnen.

Lotus-Teamchef über Reifen-Änderung verärgert

Nach der Kritik von Red Bull und unter anderem auch Mercedes will Pirelli beim übernächsten Rennen überarbeitete Reifen liefern.

Bei Lotus ist wie erwartet wenig Freude darüber aufgekommen, dass Hersteller Pirelli schon für den übernächsten Formel-1-Grand-Prix in Montreal und damit mitten in der Saison neue Reifen liefern soll.

Das würde jene Teams, die bisher einen besseren Job gemacht haben bestrafen, und den anderen entgegenkommen, wird Teamchef Eric Boullier auf der Website des Rennstalls zitiert.

"Stellen Sie sich einen Moment lang vor, dass die Dimension eines Spielfeldes zur Halbzeit verändert wird, weil eine Fußball-Mannschaft nicht so schnell laufen kann wie die andere", meinte Boullier. Er könne nur hoffen, dass die Änderungen nicht zu extrem ausfallen werden.

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen