Lauda: „Nico muss noch mehr kämpfen“

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Fünftes Rennen, vierter Sieg für Lewis Hamilton. Zum vierten Mal Zweiter: Nico Rosberg.

Der Deutsche hat abermals das Nachsehen gegenüber seinem Teamkollegen, auch seine WM-Führung muss Rosberg an den Briten abtreten.

Dennoch: So gering wie beim Großen Preis von Spanien war der Rückstand auf Hamilton in dieser Saison noch nie. Letztendlich fehlten Rosberg nur 0,6 Sekunden.

Der 28-Jährige rückte im Verlauf des Rennens immer näher an seinen in Führung liegenden Teamkollegen heran. Hamilton, im letzten Stint auf harten Pneus unterwegs, gelang es nur mit Mühe, den auf den weicheren Reifen heranstürmenden Rosberg in der Schlussphase hinter sich zu halten.

„Das Team hat versucht, die Strategie für mich umzudrehen. Das ist auch aufgegangen, so hatte ich die beste Chance, Lewis auf der Strecke zu überholen“, sagt Rosberg.

Eine Runde hat gefehlt

"Schade, dass es am Ende nicht gereicht hat. Eine Runde mehr und ich hätte es noch richtig fliegen lassen können. In der nächsten Runde hätte ich einen Angriff starten können", glaubt der Zweitplatzierte.

Mercedes-Aufsichtsratschef Niki Lauda beobachtete das Duell seiner Schützlinge genau. „Nico war 15 Runden vor Schluss auf dem richtigen Weg, aber Lewis ist nicht zu biegen. Er war wieder außerirdisch unterwegs“, analysiert der Österreicher. „Nico kam fast hin, er muss noch mehr kämpfen.“

Auch Hamilton ist sich der starken Performance seines Stallkollegen bewusst.

"Nico war schneller und ich hatte Ärger mit der Balance des Autos. Zum Glück habe ich es geschafft, ihn hinter mir zu halten", gibt der nunmehrige WM-Führende zu.

Rosberg kämpfte trotz der Aussicht auf den Spitzenplatz nicht mit allen Mitteln gegen seinen Teamkollegen. „Ich habe mir überlegt, in der letzten Runde ein Kamikaze-Manöver zu reiten, hab’s dann aber doch lieber gelassen“, sagt der Deutsche.

„Es ist ärgerlich“

Dennoch ist dem 28-Jährigen die Enttäuschung über den erneuten zweiten Platz ins Gesicht geschrieben. "Das Ergebnis frisst etwas an mir. Es ist sehr ärgerlich, Zweiter zu werden.“

Rosberg hatte auch mit der Streckencharakteristik des Circuit de Barcelona-Catalunya zu kämpfen. Der Kurs ist bekannt dafür, wenig Überholmanöver zuzulassen.

„Ich war wieder schneller im Rennen. Aber es ist sehr schwer, hier zu überholen und überhaupt zu folgen - auch wenn du schneller bist. Es sind Kleinigkeiten, an denen es liegt“, weiß der Mercedes-Pilot und gibt eine Kampfansage für das nächste Rennen aus.

„Ich muss schlicht besser werden. Die Saison ist noch lang, ich will mir die WM-Führung zurückholen. Jedes Rennen volle Attacke. In Monaco versuche ich, einen Platz besser ins Ziel zu kommen.“, zeigt sich Rosberg kämpferisch.

Ein Sieg beim Grand Prix in seiner Wahlheimat Monaco wäre wohl alles andere als zweitrangig.

 

Daniela Kulovits

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