RB-Boss Mateschitz von Vettels Coolness begeistert

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Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz sieht seine Teams vor der kommende Woche beginnenden Formel-1-WM in einer guten Position.

An Weltmeister Sebastian Vettel bewundert der 68-jährige Milliardär vor allem dessen Coolness.

"Er hat mehrmals gezeigt, dass er an Ruhe, Gelassenheit, Stärke zugelegt hat", sagte Mateschitz im Interview mit den "Salzburger Nachrichten" (Samstag-Ausgabe).

"Drei Titel haben ihn geprägt"

Kulminationspunkt sei das WM-Finale des Vorjahres gewesen, als Vettel trotz Startkollision in Brasilien noch die nötigen Punkte einfuhr, um seinen Ferrari-Herausforderer Fernando Alonso auf Distanz zu halten.

Sein Starpilot sei als einziger im Team nicht ins Chaos verfallen. Mateschitz: "Er ist für einen 25-Jährigen unglaublich cool und überlegt."

Dazu hat auch der WM-Hattrick der Jahre 2010 bis 2012 beigetragen. "Drei Titel haben ihn geprägt, vieles ist für ihn jetzt mehr und leichter beherrschbar", meinte Mateschitz.

"Das hatte ihm Alonso früher voraus, aber jetzt hat Sebastian auch da aufgeholt." Der Spanier war 2005 und 2006 mit Renault Weltmeister, hat seither aber keinen Titel geholt. Den australischen Routinier Mark Webber bezeichnete Mateschitz als gleichberechtigt. "Wir sind froh, zwei Nummer-eins-Fahrer zu haben."

"Würde auch gern für Ferrari fahren"

Unvorstellbar ist es für den Teambesitzer nicht, dass Vettel einst dem Lockruf von Ferrari folgt und als möglicher Alonso-Nachfolger nach Italien wechselt.

"Wenn es mit uns nicht mehr funktionieren würde, wäre es sinnlos, jemanden durch einen laufenden Vertrag unbedingt zurückhalten zu wollen", erklärte Mateschitz den SN.

"Wenn ich ein Fahrer wäre, würde ich vermutlich auch gern für Ferrari fahren. Aber das Thema stellt sich derzeit nicht."

Vettel noch einschließlich 2014 unter Vertrag

Vettels Vertrag bei den Bullen läuft bis einschließlich 2014, wenn mit neuen Motoren große Regeländerungen in der Königsklasse einherschreiten.

2013 hat sich am Reglement wenig geändert - und damit wohl auch am Kräfteverhältnis.

"Wir gehen davon aus, dass Red Bull Racing wieder unter den besten drei Teams sein wird", sagte Mateschitz über den dreifachen Konstrukteurs-Weltmeister.

Auch das Red-Bull-Zweitteam Toro Rosso habe "einen Schritt nach vorne gemacht".

"Stunde der Wahrheit" in Melbourne

Genauere Aussagen sind vor dem WM-Auftakt kommenden Sonntag in Australien schwierig.

"Die Stunde der Wahrheit kommt in Melbourne, und davor ist jede Prognose Spekulation", erinnerte Mateschitz.

"In Summe glaube ich nicht, dass sich zum Vorjahr sehr viel verändert hat." Außer dem Namen seines Vorzeigerennstalls zu "Infiniti Red Bull Racing".

Die Luxusmarke von Nissan könnte statt deren Partner Renault in Zukunft auch offizieller Motorenausstatter werden. Mateschitz: "Ja, irgendwann könnte es einen Red-Bull-Infiniti geben."

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