Bei Lotus ist Feuer am Dach

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Kampf um das zweite Lotus-Cockpit entbrannt

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Bei Lotus-Renault GP (LRGP) brodelt es gewaltig.

Kimi Räikkönens Verpflichtung wirbelt die Personalsituation beim - mittlerweile britischen - Rennstall mächtig durcheinander.

Vitaly Petrov galt für 2012 als gesetzt, düfte nun aber doch nicht so fest im Sattel sitzen, wie bisher erwartet.

"Wir werden das zweite Cockpit bestätigen, wenn wir so weit sind", stellt Teamchef Eric Boullier in einem Interview mit "Autosport" dem Russen die Rute ins Fenster. "Es sind einige Szenarien denkbar."

Abschied im Streit?

Petrovs Managerin Oksana Kosachenko , bestätigt gegenüber der russischen Nachrichtenagentur "RIA Novosti" laufende Verhandlingen: "Wir können bis zum 10. Dezember entscheiden, ob Vitaly bleibt oder geht."

Verlässt der Russe den Rennstall, würde er rund 15 Millionen Dollar an Sponsorgeldern mitnehmen. Eine Summe, die dem finanziell nicht allzu starken Team im Zuge der (wohl nicht billigen) Räikkönen-Verpflichtung abgehen könnten.

Sein Standing bei der Teamführung soll nach der in Abu Dhabi vor laufenden Kameras getätigten Kritik an der Arbeitsweise des Rennstalls tief gesunken sein.

Jede Menge Ersatzkandidaten

Zudem gibt es viele Alternativen am Fahrer-Markt. Adrian Sutil soll schon einmal vorstellig geworden sein. Zudem ist GP2-Champion Romain Grosjean, der von Boulliers Firma Gravity gemanagt wird, ein heißer Kandidat.

Nicht zuletzt hoffen die beiden Brasilianer Bruno Senna und Rubens Barrichello immer noch auf eine Chance bei Lotus-Renault. Britische Medien brachten auch Heikki Kovalainen ins Spiel.

Und dann wäre bei Lotus-Renault ja auch noch die Personalie Kubica. Der Pole, der sich bei einem Rallye-Unfall im Februar schwer verletzte, steht noch bis Jahresende bei den Briten unter Vertrag.

Rätselraten um Kubica

Was 2012 mit ihm passiert, ist aber völlig unklar. Ursprünglich hatte LRGP versichert, den Polen wieder im Cockpit sehen zu wollen. Starts zu Saisonbeginn wurden zuletzt aber kategorisch ausgeschlossen.

Ob der Pole je wieder in einem F1-Boliden sitzen wird, ist unklar. Ferrari soll allerdings seine Fühler ausgestreckt haben, auch wenn das aus Maranello dementiert wird.

Die Scuderia soll Kubica einen Test-Vertrag angeboten haben und könnte im Falle einer vollständigen Regeneration Kubicas diesen als Ersatz für den angezählten Felipe Massa in Stellung bringen.

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