GPDA-Ergebnisse: "Ihr wollt keine künstliche Show"

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Die Grand Prix Drivers Association hat im Mai eine große Fan-Initiative gestartet, um von den Anhängern der Formel 1 zu erfahren, was sie am Sport ändern wollen.

Jetzt sind die Ergebnisse da. Und sie sind nicht gerade überraschend. Allerdings wird durch diese Umfrage, an der über 215.000 Fans teilgenommen haben, einmal mehr klar, wie reformbedürftig die sogenannte Königsklasse des Motorsports derzeit ist.

"Ja, die Formel 1 steht vor Herausforderungen und kann verbessert werden. Aber ihr glaubt nicht, dass es eine Revolution benötigt und ihr wollt auch keine künstliche Show mit Gimmicks, nur damit es mehr Entertainment gibt", schreibt GPDA-Vorsitzender Alexander Wurz in seinem Vorwort.

"Stattdessen wollt ihr dasselbe, was auch die Fahrer wollen: Pures Racing der besten Fahrer in den besten Autos", fasst der Österriecher die wichtigsten Forderungen zusammen.

Mit den Ergebnissen der Umfrage will man in den kommenden Wochen und Monaten arbeiten und die Zukunft des Sports damit versuchen zu gestalten. Wann Änderungen in Kraft treten, ist noch offen. Änderungen im Reglement waren bisher für 2017 vorgesehen. Allerdings wurden zuletzt Stimmen laut, schon im nächsten Jahr etwas zu verändern zu wollen.

 

Das sind die veröffentlichten Ergebnisse:

Die beliebtesten Teams:

  1. FERRARI
  2. MCLAREN
  3. WILLIAMS

Die beliebtesten aktiven Fahrer:

  1. Kimi Räikkönen (FIN/derzeit Ferrari)
  2. Fernando Alonso (ESP/derzeit McLaren)
  3. Jenson Button (GBR/derzeit McLaren)

Die beliebtesten Fahrer aller Zeiten:

  1. Ayrton Senna (BRA)
  2. Michael Schumacher (GER)
  3. Alain Prost (FRA)

 

  • Laut Umfrage wurden die schönsten Boliden in den 2000er-Jahren hergestellt (32%). Dahinter landen die 90er (20%) und die 80er (18%).
  • Die Top-3-Attribute, mit denen die Formel 1 beschrieben wird, sind Teuer, Technologisch und Langweilig.
  • Nur 45% glauben, dass aktuell die besten Fahrer in der Formel fahren. 2010 waren es 65 %.
  • 89% fordern, dass die F1 einen größeren Wettkampf bieten muss, außerdem wollen 85%, dass der Sport attraktiver werden und neue Fans anziehen muss. Für 77% sind die Geschäftsinteressen zu wichtig geworden. 60% sehen die Formel 1 als Spitze des Motorsports
  • 74% wollen das Regulativ lockern, wichtig ist den Fans auch der Sound (73%) bzw. die Motorleistung (72%). 68% sind die Kosten zu hoch. Einheits-Autos bzw. -Motoren finden kein Interesse (16%).
  • Mehr als einen Reifen-Hersteller wünschen sich 80% der Befragten. Tankstopps finden bei 60% Anklang. 54% fordern eine Budget-Obergrenze.
  • 51% wollen, dass die schnellste Rennrunde mit Punkten belohnt wird. Nur 40% glauben, dass sich das Racing durch die Einführung von DRS verbessert hat. Umgedrehte Startaufstellungen wollen lediglich 18%.
  • Die Forderungen an die Fahrer: 86% wollen, dass die Piloten den Fans gegenüber offener und ehrlicher sind. 83% wollen, dass sie das Thema Sicherheit pushen sollen. Die Fahrer sollen außerdem auch das Image des Sports verbessern und die Fans näher an ihn heranbringen.

GPDA-Umfrage 2015
Zeitraum
  1. Mai 2015 bis 8. Juni 2015
Teilnehmer 217.756 Fans
Top-10-Länder
  1. Großbritannien
 
  1. Frankreich
 
  1. USA
 
  1. Österreich
 
  1. Deutschland
 
  1. Niederlande
 
  1. Australien
 
  1. Japan
 
  1. Italien
 
  1. Brasilien
Teilnehmende Länder 194
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