Ferrari stichelt Richtung Vettel

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Vettel befindet sich klar im Vorteil

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 Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali bemüht im Saison-Finale der Formel 1 einen für die Scuderia günstigen Vergleich mit dem Fußball.

"Ich habe meinen Jungs gesagt: Bei der WM 1982 waren die Italiener nicht die Stärksten, aber sie haben das Turnier gewonnen", macht der Team-Boss seinem Star Fernando Alonso vor dem Großen Preis von Abu Dhabi Mut.

Giftpfeile in Richtung Vettel

Und Domenicali stichelte in Richtung Sebastian Vettel: "Wir haben den Luxus, dass wir den Nummer-Eins-Fahrer haben."

Der Spanier Alonso hat aber ausgerechnet an Abu Dhabi ziemlich schlechte Erinnerungen. Wie ein Häufchen Elend, verschwitzt und deprimiert musste er vor zwei Jahren mitansehen, wie Vettel hier 2010 seinen ersten Titeltriumph feierte.

Und der Red-Bull-Star ist zudem nun in der besseren Ausgangsposition.

Alonsos Nerven angespannt

Hinzu kommt die zumindest nicht nach oben zeigende Formkurve der "Roten Göttin" auf vier Rädern.

Das zehrt an den Nerven, auch wenn Alonso sich stets kämpferisch und voll überzeugt gibt, diesmal am Ende die Nummer eins zu sein.

Nun kolportierte die italienische Zeitung "La Stampa" sogar, dass es zu einem Streit zwischen Alonso und Technik-Direktor Pat Fry gekommen sein soll. Domenicali dementierte dies aber.

Abu Dhabi ist Vettel-Land

Vier Erfolge feierte Vettel hintereinander, zuletzt gewann er den Großen Preis von Indien. In den vergangenen drei Grand Prix führte er von der ersten bis zur letzten Runde.

13 Punkte Vorsprung hat er auf seinen seit rund einem Vierteljahr sieglosen Widersacher. Die Konstrukteurswertung können Vettel und der Australier Mark Webber für Red Bull schon in Abu Dhabi gewinnen.

Und Abu Dhabi war bisher meist Vettel-Land. Drei Rennen, zweimal "Pole", zweimal der Sieg, einmal davon mit WM-Titel. "Das werde ich nie vergessen", betonte Vettel voller Vorfreude auf das Spektakel auf dem Yas Marina Circuit - es wird sein 99. Grand Prix.

Hattrick für Vettel greifbar nah

Gestartet wird wie immer bei Dämmerung. Der Sieger wird knapp zwei Stunden später im gleißenden Licht der unzähligen Scheinwerfer feststehen.

"Es ist einzigartig und beeindruckend", sagte Vettel über die atemraubende Kulisse in der Wüste. Gewinnt er erneut dort und zwei Wochen später in Austin, steht er definitiv als Weltmeister fest - und damit würde er sich in die höchst erlesen Liste der Hattrick-Gewinner Juan Manual Fangio und Michael Schumacher eintragen.

Alonso wird zumindest bestens vorbereitet ins Rennen gehen. Am Dienstag erkundete er die Strecke laufend: Vier Runden auf dem 5,554 Kilometer langen Kurs.

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