Kleine Regelkunde

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Die Regeländerungen für die Formel-1-Saison 2013

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Vor der Revolution folgt eine Evolution.

Das Regelwerk für die Formel-1-Saison 2013 weist keine grundlegenden Veränderungen auf. Erst 2014 stehen den Teams grundlegende Neuerungen ins Haus.

Folgende Dinge ändern sich im bevorstehenden Jahr:

DRS: Das "Drag Reduction System" (DRS), also der umklappbare Heckflügel (soll Überholvorgänge erleichtern), darf aus Sicherheitsgründen nun auch im Training und Qualifying nur noch in den ausgewiesenen DRS-Zonen aktiviert werden.

Aktive Doppel-DRS Systeme: Verboten

Stufen-Nasen: Die Teams haben die Option, diese seit dem Vorjahr verwendeten und als hässlich empfundenen "Höcker" mit einem kleinen Laminatteil auszugleichen und das Auto damit zu behübschen. Nicht alle nehmen die Möglichkeit wahr.

Crash-Tests: Wurden 2013 weiter verschärft. Außerdem muss nun bei jedem Chassis die Fahrer-Überlebenszelle einem Test unterzogen werden und nicht nur ein Musterexemplar.

Sperrstunde: Das Arbeitsverbot für Team-Personal wurde Donnerstag-Nacht von sechs auf acht Stunden ausgeweitet. Die Zahl der Ausnahmestunden während einer Saison von vier auf zwei reduziert.

Frontflügel-Tests: Wurden verschärft. Damit soll verhindert werden, dass biegsame Karosserieteile benutzt werden, um die aerodynamische Performance zu verbessern.

Mindestgewicht: Das Gewicht für Auto samt Fahrer wurde von 640 auf 642 kg angehoben, um die etwas schwerer gewordenen Pirelli-Reifen zu kompensieren.

Höhere Gewalt: Gilt nicht mehr als Ausnahme, falls ein Auto im Qualifying stehen bleibt und zu wenig Benzin an Bord hat, um damit an die Box zurückkommen zu können.

Qualifying (Keine Regeländerung): Weil 2013 nur noch 22 (statt 24) Autos am Start stehen, scheiden im ersten (Q1) und zweiten (Q2) Qualifikationsabschnitt nur noch je sechs statt wie zuletzt sieben Autos aus.

WM-Teilnahmegebühr: Wurde angepasst. Red Bull muss als Konstrukteurs-Weltmeister 500.000 US-Dollar Basisgebühr sowie für jeden der 460 im Vorjahr gewonnenen WM-Punkte 6.000 Dollar bezahlen. Insgesamt also rund 3,26 Mio. Dollar oder umgerechnet 2,51 Mio. Euro. Für jedes andere Team lautet das Verhältnis 500.000 Dollar (Basis) sowie 5.000 Dollar pro Punkt.

Auch in punkto Reifen tut sich etwas. Es wird softer in der Formel 1.

Reifenhersteller Pirelli hat die neuen Pneus im Vergleich zu den Vorjahresmodellen allesamt weicher gemacht. Dadurch wird der sogenannte Abrieb größer, die Haltbarkeit geringer und die gesamte Situation unberechenbarer.

Das erklärte Ziel sind mehr Boxenstopps und mehr Überholmanöver. Ein Überblick über die Reifen für 2013:

- Die Reifentypen im Trockenen:

Supersoft: Gekennzeichnet sind die weichsten aller Reifen durch einen roten Schriftzug. Sie sollen noch schneller auf Temperatur kommen und umgehend einen optimalen Grip garantieren.

Soft: Sie tragen einen gelben Schriftzug. Laut Hersteller sind die soften Reifen nur eine halbe Sekunde langsamer als die supersoften. Im Vergleich zum Vorjahresmodell sollen sie weicher sein.

Medium: Extrem vielfältig. Der Reifen mit dem weißen Schriftzug ist besonders für Strecken mit etwas weniger Anforderungen geeignet. Er soll um rund 0,8 Sekunden pro Runde schneller sein als der harte Reifen.

Hart: Der haltbarste Reifen mit dem geringsten Abbau. Statt silber wie im Vorjahr ist die Typenbezeichnung orangefarben, um für eine bessere Unterscheidung vom Medium zu sorgen. Der Reifen braucht länger als alle anderen, um auf Ideal-Temperatur zu kommen.

Die Reifentypen im Nassen:

Intermediate: Werden bei leichtem Regen und feuchter Strecker aufgezogen. Verdrängt bei Höchstgeschwindigkeit 20 Liter Wasser pro Sekunde. Der Reifen ist grün gekennzeichnet.

Wet: Der Regenreifen. Wasserverdrängung pro Sekunde: 60 Liter. Zum Vergleich: Ein gewöhnlicher Reifen für Straßenautos schafft bei weit niedrigerer Geschwindigkeit rund 10 Liter.

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