Youngster Verstappen glänzt, McLaren schwächelt

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Als im Qualifying für den Malaysia-Grand-Prix der große Regen kam, waren Jenson Button und Fernando Alonso schon fertig.

Die McLaren MP4-30 mit dem neuen Honda-Antrieb erwiesen sich auch im zweiten Qualifying der Formel-1-Saison 2015 nicht viel schneller als beim Start in Australien.

Dennoch gaben sich beide Ex-Weltmeister optimistisch. "Wir wussten, wo wir stehen", zeigte sich Alonso gelassen. "Wir sind im Moment nicht so leistungsstark, wie wir sein sollten."

Button sieht Verbesserungen

Ähnlich äußerte sich Button. "Wir sind derzeit zu langsam, in einigen Dingen aber schon viel besser als in Melbourne. Dort waren wir noch vier Sekunden hinten, hier sind es nur noch zwei", meinte der Brite, der hofft: "In den Longruns sind wir ein wenig besser. Force India ist schon in Reichweite für uns."

Bemerkenswerte Worte eines Ex-Weltmeisters, der sich nun wegen der Schwäche des neuen Antriebsstranges von Honda am Ende des Feldes wiederfindet.

Nur die beiden inferioren Manor-Marussias sind derzeit langsamer als die einst dominierenden McLaren.

Alonso will nicht hören, dass sein Wechsel von Ferrari zu McLaren ein Fehler gewesen sein könnte.

Red Bull Racing rehabilitiert sich

"Unsere Schritte zeigen Fortschritte. Wenn wir alle zwei Wochen 1,5 Sekunden aufholen, dann stehen wir in drei oder vier Rennen auf der Pole", meinte der Spanier, der den Saisonauftakt in Melbourne wegen seines Testunfalls verpasst hatte, wohl nicht ganz ernst.

Während auch die Williams mit den Plätzen sieben und neun im Regen enttäuschten, zeigte Red Bull nach dem Desaster von Melbourne zumindest im Regen von Malaysia Aufwärtstendenz.

Daniel Ricciardo (Red Bull Racing) steht als Quali-Vierter in Reihe zwei neben Vizeweltmeister Nico Rosberg, sein russischer Teamkollegen Daniil Kwjat als Fünfter unmittelbar dahinter.

Verstappen zeigt seine Klasse

Sensationell stark fuhren bisher die beiden Toro-Rosso-Junioren. Der 17-jährige Max Verstappen brillierte als Sechster, nur Carlos Sainz hatte Pech.

Der 21-jährige Spanier wurde nach starken Trainingsleistungen im Q2 Opfer des Regens und - trotz der Rückversetzung des ursprünglich achtplatzierten Lotus-Franzosen Romain Grosjean um zwei Plätze - nur 15.

Dafür sorgte Verstappen für das beste Teenager-Ergebnis seit Ricardo Rodriguez vor 54 Jahren. Der Mexikaner war 1961 in Italien als 19-Jähriger mit seinem Ferrari sogar in Reihe eins gefahren.

Zudem egalisierte Verstappen - der Niederländer ist seit Melbourne der jüngste Formel-1-Pilot aller Zeiten - die Trainings-Bestleistung seines Vaters Jos aus dem Jahr 1994 in Belgien.

Manor darf im Rennen fahren

"Ich musste lachen, als es zu regnen begann. Denn ist genau das, was ich mag", sagte Verstappen, der sich stets mit starken Leistungen bei Regenrennen für höhere Aufgaben empfohlen hatte.

Am Ende der Formel 1 mühen sich weiterhin die beiden Manor-Marussias herum. In Malaysia kam am Samstag wenigstens der Spanier Roberto Merhi ins Fahren, Will Stevens schaute zu.

Trotz des eklatanten Zeiten-Rückstands und dadurch eigentlich verpasster Qualifikation dürfen beide Fahrer des mit modifizierten 2014er-Autos antretenden Teams am Sonntag aber am Rennen teilnehmen.

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