"Ich bin bereit"

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Hattrick für Rosberg in Reichweite: "Bin bereit"

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Mit dem Fürstentum Monaco verbindet man normalerweise die Reichen und Schönen, luxuriöse Yachten und exzessive Parties, Prominente und Stars.

Für Mercedes-Pilot Nico Rosberg ist der Stadtstadt allerdings auch Heimat, die Rennstrecke Schulweg.

"Ich habe viele Erinnerungen. Meine Mutter hat mich immer durch den Tunnel zur Schule gefahren. Meine Schule war gleich über dem Fahrerlager im ersten Stock, also konnten wir sehen, wie sie Donnerstag und Freitag an den Autos gearbeitet haben. In diesen zwei Tagen habe ich in der Schule nichts mitbekommen, sondern starrte die ganze Zeit nur auf die Formel-1-Boliden."

Wenn Träume wahr werden

Nicht viele können von sich behaupten, dass sie ihren größten Traum verwirklicht haben.

Rosberg aber kann das.

Der 29-jährige hat es nicht nur geschafft, selbst als F1-Pilot auf der ganzen Welt – und somit auch im Fürstentum – unterwegs zu sein, sondern bereits zweimal auf dem Circuit de Monaco zu triumphieren.

Legendär

Das erste Mal war 2013, dreißig Jahre nach dem Triumph seines Vaters Keke. Nicht umsonst beantwortet Rosberg die Frage an seine schönste Monaco-Erinnerung auf "Twitter" wie folgt: "Privat meine Hochzeit in der Nähe des Palastes, das war ganz toll. Im Rennsport war es mein erster Sieg, das war wahnsinnig genial, das hat so einen Spaß gemacht".

Das Beste am Heim-GP ist für ihn, dass „die Strecke selbst einfach so spannend ist und ich zu Hause wohnen und schlafen kann. Dazu kommt natürlich die Atmosphäre selbst. Das alles macht dem Monaco-GP legendär.“

Glücksbauch

Der Vize-Weltmeister, der das letzte Saisonrennen in Spanien gewinnen konnte und somit zur Aufholjagd auf WM-Leader und Teamkollege Lewis Hamilton geblasen hat – momentan trennen die beiden Silberpfeile noch 20 Punkte - könnte der erste Piloten seit Ayrton Senna (1989-1993) werden, der dreimal in Serie in Monaco gewinnt.

"Ich bin bereit", erklärt der 29-Jährige vor seinem einzigen Heimrennen in dieser Saison - da der Deutschland-GP bekanntermaßen heuer ausfällt.

Am Mittwoch legte er noch schnell einen "Boxenstopp" im Palast des monegassischen Fürsten, Albert II., ein, ein weiterer Glückbringer steht praktisch gemeinsam mit seiner Frau Vivian an der Strecke: Der „Glückbauch“, wie er liebevoll sagt.

Hamilton "heißer als jemals zuvor"

Besondere Brisanz hat der kommende GP zudem, da Rosberg im vergangenen Jahr die Eiszeit zwischen sich und seinem ehemaligen Freund Hamilton ausgelöst hat, indem er im Qualifying mit einem seltsamen Fehler Hamilton die Schlussrunde und somit die Chance auf die in Monaco so wichtige Pole versaute.

Hamilton selbst, der nach langem Zögern endlich seinen neuen Vertrag bei Mercedes – für weitere drei Jahre – unterschrieben hat, ist vor dem Rennen am Sonntag "zuversichtlich, dass der Vorfall nicht wieder passieren wird."

Der Brite, der erst einmal – 2008 – in Monaco gewinnen konnte will „den Spieß wieder umdrehen. Ich bin heiß darauf, wahrscheinlich heißer als jemals zuvor“, tönt er vor dem Rennen im Fürstentum.

Kein Problem für Mercedes

Auch die Teamleitung hat keine Bedenken, dass der Konkurrenzkampf zwischen den beiden wieder ins Unfaire abschweifen könnte.

„Zwei Fahrer, die einander mit ihrer Leistung ausstechen wollen - das ist eine traumhafte Situation für ein Team, wenn man mit der Rivalität auf die rechte Art umgeht", erklärt Motorsportchef Toto Wolff.

"In Monaco geht es darum, den richtigen Rhythmus zu finden. Dazu ist natürlich auch das Qualifying ganz wichtig", verrät Rosberg das Erfolgsrezept im Fürstentum.

Welcher Silberpfeil-Pilot wohl am Wochenende das beste Rhythmusgefühl hat?

 

Henriette Werner

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