"Kritisch, aber stabil"

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Zustand von Jules Bianchi "kritisch, aber stabil"

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Die FIA hat in einem offiziellen Statement zum aktuellen Gesundheitszustand von Jules Bianchi Stellung genommen.

Die Situation des Franzosen sei "kritisch, aber stabil" und weiter "sehr, sehr ernst". Die Eltern von Bianchi hatten die FIA um diese Mitteilung gebeten. Der 25-Jährige befindet sich weiterhin auf der Intensivstation des Krankenhauses in Yokkaichi und wird dort behandelt.

Seine Familie ist bereits in der Klinik angekommen, zudem sei auch Gérard Saillant am Weg nach Japan. Das ist jener Arzt, der Michael Schumacher nach seinem schweren Skiunfall behandelt hat.

Sein Rennstall gab sich am Vormittag bedeckt, bedankte sich aber für die große Anteilnahme am Schicksal des 25-Jährigen.

"Nach dem Unfall von Jules Bianchi während des Japan-Grand-Prix auf der Strecke von Suzuka will das Marussia-Team die große Welle der Unterstützung und Anteilnahme für Jules und das Team in dieser schwierigen Zeit würdigen", so die Mitteilung im Wortlaut.

Marussia bittet um Geduld

Im Hinblick auf weitere Informationen bittet das Team um Geduld. "Mit Blick auf die Kommunkaition von Informationen bezüglich Jules' Gesundheitszustand werden wir die Wünsche der Familie Bianchi respektieren und ihnen Folge leisten. Zusammen mit Jules' Betreuung genießen sie für uns höchste Priorität", heißt es weiter.

Daher kündigt man an, dass man sich erst äußern wird, wenn es das Mie General Medical Centre sowie die Familie es für angemessen hält, dies zu tun.

Bis auf weiteres werden Vertreter des Teams sowie jene von Ferrari im Krankenhaus bleiben, um dem Franzosen zur Seite zu stehen.

Widersprüchliche Medienberichte

Medienberichte über den Zustand Bianchis erweisen sich indes als widersprüchlich.

Hieß es am Sonntag zunächst vonseiten der französischen "L'Equipe", dass der verunfallte Pilot selbständig atmen könne, dementiert dies ein Vor-Ort-Bericht von "SkySportsF1" am Montag.

Reporter Craig Slater, der sich im Krankenhaus befindet, meint, dass Bianchi, nicht selbständig atmen könne und sich weiterhin in einem sehr kritischen Zustand befände.

Zudem soll es keine zweite Operation gegeben haben. Nach dem Eingriff um etwa 23 Uhr Ortszeit am Sonntag soll Bianchi in die Intensivstation verlegt worden sein.

Schwierige Anreise der Eltern

Als besonders schwierig soll sich auch die Anreise der Eltern herausgestellt haben, die sich aus dem Süden Frankreichs auf den Weg nach Suzuka gemacht haben. Aufgrund des Taifuns Phanfone gebe es Verschiebungen von bis zu acht Stunden, sagt Slater.

Eine der Fragen, die hinsichtlich des Transportes nach dem Unfall offen bleibt, betrifft den Helikopter an der Rennstrecke. Diesem soll es zwar möglich gewesen sein, zu starten, allerdings sei eine Landung aufgrund der Wetterlage nicht möglich gewesen.

Daher wurde Bianchi mittels Ambulanz-Wagen und einer Polizei-Eskorte ins Krankenhaus gebracht.

Das Regulativ der Formel 1 besagt jedoch, dass nur gefahren werden darf, wenn der Flug des Notfall-Helikopters gewährleistet ist.

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