Arch bewahrt im Qualifying die Nerven

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Der Wettlauf um die Krone des Red Bull Air Race geht im polnischen Gdynia in seine vierte Runde.

Training und Qualifying zeichnen ein zu erwartendes Bild: Der Zweikampf zwischen Leader Hannes Arch und Paul Bonhomme findet in der 250.000 Einwohner zählenden Nachbar-Stadt Danzigs eine Fortsetzung.

Vorerst allerdings mit dem besseren Ende für den Briten. Bonhomme sorgt in der Quali am Samstag mit einer Zeit von 1:10,980 Minuten für die bisherige Bestzeit auf dem Kurs. Arch landet mit 51 Hundertstel-Sekunden Rückstand und hinter Nigel Lamb (GBR/ +0,443) auf dem dritten Rang.

Das Rennen folgt am Sonntag (ab 15:50 Uhr live bei ServusTV).

Die Nerven bewahrt

Arch, dessen Vorsprung in der WM damit auf vier Punkte geschrumpft ist, bleibt aber seiner Marschroute treu, die einen Podestplatz vorsieht.

Ganz ohne Druck läuft die Quali für den Steirer jedoch nicht ab. Vier Strafsekunden wegen überschrittener Höhe machen einen womöglichen Pole-Lauf zunichte. Im zweiten Versuch bewahrt Arch die Nerven.

Mit dem richtigen Maß an Risiko

Die Zielkurve ist in der Grafik links oben zu stehen

Wenn es um das Kriterium des Kurses in der Danziger Bucht geht, sind sich die Piloten einig: Die Zielkurve.

Der langgezogene Rechtsschwenk, der pro Lauf zweimal passiert werden muss, erfordert viel Gefühl für die richtige Linie. Prinzipiell gilt: Umso enger, desto schneller. Mit sinkendem Abstand zur Pylone steigt das Risiko einer Berührung, die zwei Strafsekunden einbringt.

Risiko-Management lautet somit das Stichwort. Für Arch gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn bei ihm fliegt im Hinterkopf bereits die Gesamtwertung mit.

„Da würde es wenig Sinn machen, wenn ich in der Zielkurve zu viel will und deswegen beispielsweise nicht einmal ins Finale komme“, weiß Arch, dass sein Vorsprung in der Gesamtwertung als alles andere als komfortabel ist.

Große Kulisse

„Es ist eine Strecke für Piloten, die wirklich nachdenken. Das ist brillant! Wenn nur alle Strecken so wären“, zeigt sich indes Bonhomme vom neuen Kalender-Mitglied begeistert.

Auch die Kulisse lässt sich sehen. Bereits am Samstag finden trotz zwischenzeitlichen Schlechtwetters über 100.000 Fans den Weg an den Strand.

Über das gesamte Wochenende hinweg rechneten die Veranstalter ursprünglich mit 150.000 Menschen.

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