Saisonfinale wird zur nervlichen Belastungsprobe

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Paul Bonhomme hat als erster Air-Race-Pilot den Hattrick geschafft. Dem Briten (51) genügte am Sonntag beim Saisonfinale des Red Bull Air Race 2015 in Las Vegas Platz zwei, um sich nach 2009 und 2010 zum dritten Mal den Weltmeistertitel in der schnellsten Motorsportserie der Welt zu sichern.

Der Österreicher Hannes Arch wurde Fünfter und beendete die WM nach zwei Saisonsiegen als Dritter.

Wetter- und Hundertstel-Krimi

Die achte und letzte Saison-Station entwickelte sich auf der schnellsten Strecke des Jahres über dem Las Vegas Motor Speedway zum Wetter- und Hundertstel-Krimi.

An der Titelentscheidung im Spielerparadies war Arch unmittelbar beteiligt.

Der österreichische Vizeweltmeister unterlag in der "Round of 8" Bonhomme um 13 Hundertstelsekunden. Mit dem Vorstoß unter die letzten Vier war der mit acht Zählern Vorsprung auf den Australier Matt Hall ins Finale gegangenen Bonhomme vorzeitig Weltmeister.

Bonhomme darf zwei Mal ran

Der Engländer bewies dabei eiserne Nerven. Wegen eines technischen Defektes an seinem Flugzeug war er im K.O.-Duell mit dem stark fliegenden Arch gezwungen, nach einem extrem langen "Hold" in der Luft wieder zu landen. Erst am Ende der Runde ging Bonhomme nochmals in die Luft, flog den Titel aber dennoch fehlerfrei nach Hause.

Am Ende ging sich der 20. Karriere-Sieg für Bonhomme aber knapp nicht aus. Denn Hall gewann das "Final 4" 36 Hundertstel vor dem Briten, Platz drei ging an den Deutschen Matthias Dolderer.

"Danke, dass man die Regeln so fair ausgelegt hat", sagte Bonhomme zur Entscheidung, dass man ihn nochmals fliegen hatte lassen.

Archs "härteste Weltmeisterschaft"

Arch sicherte als Tages-Fünfter Platz drei in der WM ab.

"Es war meine bislang härteste Weltmeisterschaft. Natürlich wäre der Sieg der Red Bull Air Race Weltmeisterschaft das große Ziel gewesen, doch habe ich meine Lektionen gelernt und werde diese Learnings mit nehmen“, zieht der Steirer Bilanz und will nun perfekt vorbereitet und optimistisch in die Saison 2016 gehen."

Ein Großer hört auf

Beim Finale des Air Race gab es zwei bemerkenswerte Ereignisse an der Nebenfront.

US-Skirennfahrerin Lindsey Vonn stattete wenige Tage vor dem Weltcup-Saisonstart in Sölden den Piloten in Nevada einen Besuch ab.

Und Air-Race-Legende Peter Besenyei (59) gab am Sonntag seinen Rücktritt bekannt. Der Ungar gilt als Erfinder und Master Mind des Air Race, sein bekanntester Stunt ist der Durchflug unter der Kettenbrücke in Budapest.

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