Rene Binder fährt erste GP2-Punkte ein

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Rennfahrer Rene Binder hat dank eines neuen Teams in Monza sein bisher erfolgreichstes Wochenende in der GP2 erlebt.

Nachdem er am Samstag als Zehnter seinen ersten Saisonpunkt erobert hatte, wurde der Tiroler Sonntag im Hauptrennen Achter und heimste dafür einen weiteren Zähler ein. In der Gesamtwertung führt überlegen der Belgier Stoffel Vandoorne (261), Binder ist mit zwei Punkten 22.

Team-Wechsel vor dem Wochenende

Binder hatte vor Monza kurzerhand das Team gewechselt und ist nun in der offiziellen Formel-1-Nachwuchsserie für MP Motorsport unterwegs. Auch bei den kommenden Rennen in Sotschi wird der 23-jährige Zillertaler den in Spa schwer verunfallten Daniel de Jong ersetzen. "Ich hoffe, ich kann dort an Monza anknüpfen", sagte Binder.

Ein Wochenende nicht ganz nach Wunsch musste hingegen Philipp Eng im Porsche-Supercup hinnehmen. Nach den Plätzen eins und zwei vor zwei Wochen in Spa wurde der Österreicher in Monza nur Sechster bzw. Siebenter. Dadurch reduzierte sich vor den beiden Finalläufen des schnellsten Markenpokals der Welt im Oktober in Austin Engs Vorsprung auf den Deutschen Christian Engelhardt auf vorerst 17 Zähler. In Texas sind noch 40 Punkte zu holen.

Wilder Crash von Habsburg

Der überlegene Sieg ging auch am Sonntag in Monza an den Deutschen Sven Müller vom österreichischen Lechner-Team, der gegen Saisonende immer schneller wird. Der Steirer Christopher Zöchling wurde Neunter und Sechster. Eng hatte in Monza noch eine Verwarnung wegen Missachtung der Track-Limits zu überstehen, aber auch gegen einen vor ihm liegenden Fahrer lief ein Protest. Der Walser kann der erst dritte Fahrer werden, der in einer Saison sowohl den Porsche-Carrera- als auch den Supercup gewinnt.

Das wildeste Motorsport-Wochenende eines Österreichers erlebte Ferdinand Habsburg. Der Urenkel des letzten Kaisers überstand in Silverstone einen spektakulären Unfall, bei dem er meterhoch in die Luft geschleudert worden war und danach auch noch einen seitlichen Überschlag fabriziert hatte, unversehrt.

Keine Flugstunden geplant

Der 18-Jährige wurde zwar vom Arzt sofort wieder als rennfit erklärt, das Auto war aber so zerstört, dass der Österreicher an den restlichen Läufen des Renault 2.0 Eurocups in England nicht mehr teilnehmen konnte.

"Eigentlich wollte ich mit den Flugstunden erst im Winter beginnen", scherzte der Sohn von Francesca und Karl Habsburg-Lothringen sowie der Urenkel von Kaiser Karl I von Österreich-Ungarn. Der nächste Auftritt von "Double Eagle 62" erfolgt kommendes Wochenende auf dem Nürburgring.

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