Spengler: "Habe 'We are the Champions' gesungen"

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Vier Siege, drei Pole Positions und endlich der lang ersehnte Titel: Der Kanadier Bruno Spengler hat 2012 DTM-Geschichte geschrieben.

Im Interview spricht der neue Champion in Diensten vom BMW Team Schnitzer über seine Emotionen, die letzte Runde in Hockenheim und die Aussichten für die nächsten Wochen.

Frage: Bruno, wie fühlt es sich an, der DTM-Champion zu sein?

Bruno Spengler: Ganz ehrlich, ich weiß noch überhaupt nicht, was ich fühlen soll. Ich bin noch immer total durcheinander und kann es kaum glauben, was passiert ist. Ich bin einfach nur stolz darauf, der erste DTM-Champion für BMW nach dem großen Comeback zu sein. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ich war in der Vergangenheit schon einige Male kurz davor, den Fahrertitel zu gewinnen. Aber es hat nie geklappt. Und dann gelingt es mir, in meiner ersten Saison mit BMW ganz oben zu stehen. Das ist einfach unglaublich. Wir haben mit diesem Triumph Motorsportgeschichte geschrieben. Was unser BMW Team Schnitzer und die gesamte BMW Motorsport Mannschaft in dieser Saison geleistet haben, das werde ich wahrscheinlich erst in ein paar Tagen begreifen.

Frage: Wie hast du die letzte Rennrunde in Hockenheim erlebt?

Spengler: Ich war total aufgeregt. Mein Herz hat gerast, mein Puls war bei 180. Ich habe ständig im Rückspiegel geschaut, wo Gary Paffett ist, und gehofft, dass ich endlich die schwarz-weiß karierte Flagge sehe. Noch nie in meiner Karriere habe ich das Ende eines Rennens so sehr herbeigesehnt, wie beim Finale in Hockenheim. Als ich dann über die Ziellinie gefahren bin, ist die ganze Anspannung von mir abgefallen. Ich war total happy und habe vor Freude ‚We are the champions‘ gesungen.

Frage: Welchen Anteil hat dein BMW Team Schnitzer an deinem Erfolg?

Spengler: Du gewinnst im Motorsport nie allein. Eine Meisterschaft ist immer auch ein Erfolg des gesamten Teams. Selbst auf der Strecke, wenn ich im Auto sitze, habe ich nie das Gefühl, auf mich alleine gestellt zu sein. Ich spüre die Unterstützung durch das gesamte Team. Jeder bei BMW Motorsport hat einen großen Beitrag zu unserem Erfolg in dieser Saison geleistet. Auch im Finale, als es dann wirklich um alles ging, haben wir wieder ein perfektes Auto gehabt. Mein BMW Team Schnitzer hat wieder einmal einen sensationellen Job gemacht. Und das in einem Rennen, in dem wir den Druck natürlich auch gespürt haben. Wir wollten unsere Chance auf den Titel unbedingt nutzen. Wir haben keinen Fehler gemacht – und deshalb am Ende verdient gewonnen.

Frage: Kannst du dir schon vorstellen, was auf dich als Champion zukommen wird?

Spengler: Es wird bestimmt eine aufregende Zeit. Aber ich empfinde das nicht als Stress. Im Gegenteil: Es ist fantastisch, als Champion gefragt zu sein. Ich habe schon jetzt Interview-Anfragen für TV-Sendungen, in denen ich in der kommenden Woche zu Gast sein soll. Außerdem werde ich in Maisach wieder drei Tage mit den Gewinnern der ‚Drive like Bruno‘-Aktion verbringen. Ich will den Spaß am Rennsport vermitteln und ihnen zeigen, wie ein Profi fährt. Außerdem stehen noch einige Termine in München auf dem Programm. Ich freue mich auf alles, denn darauf, nach einem Finale als Champion gefeiert zu werden, habe ich lange hingearbeitet. Ich werde jede Sekunde genießen.

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